Google ist bekanntlich ziemlich wissbegierig. Der Suchmaschinenriese wertet genau aus, wer, wann, wo, wonach sucht – und welche Treffer angeklickt werden. Alltag im Suchmaschinen-Business. Denn je mehr eine Suchmaschine über unsere Gewohnheiten und Vorlieben weiß, umso bessere Ergebnisse lassen sich präsentieren.

Doch Google will noch mehr wissen. Google will unseren Mauscursor beobachten, nachschauen, wo wir hin klicken wollen – ohne zu klicken. Woran wir interessiert sind. Informationen, die künftige Suchergebnisse verfeinern könnten. Google hat tatsächlich beim US-Patentamt ein Verfahren schützen lassen, mit dem Mausbewegungen des Nutzers aufgezeichnet und analysiert werden.

Benutzer müssten dann nicht mehr klicken. Google wüsste trotzdem, was uns neugierig macht, was uns interessiert und wovon wir doch lieber die Finger lassen. Lässt sich alles aus den Cursorbewegungen ablesen.

Aus technischer Sicht sogar interessant. Aber absolut nicht durchsetzbar. Die User würden Sturm laufen, wenn Google so etwas einführen wollte. Und das zu Recht.

6 Kommentare
  1. TW
    TW sagte:

    Dass z. B. teilweise beobachtet wird über welche Objekte man die Maus bewegt (Maus Hover) ist doch schon bei einigen Seiten (bspw. wenn ein Recommender System dahinter steht) implementiert.

  2. Richard Pfeiffer
    Richard Pfeiffer sagte:

    Guten Morgen Miteinander,

    zum Kommentar von Wettig muss ich Herrn Schieb recht geben, ist ein schlechter Vergleich.

    Aber eins ist doch nun noch sicherer, wir sind Gläsern, bis jetzt war ich noch der Meinung, ungefähr wie eine Milchglasscheibe. Aber Dank Google, wird die durchsichtigkeit immer besser.
    Es ist schon erstaunlich was die bei Google alles können und dürfen, aber wer bitte soll uns davor schützen?

  3. Gilhorn
    Gilhorn sagte:

    Dann hoffe ich, dass demnächst ein kleines Tool entwickelt wird, welches bei ungenutzter Maus diese wild über den Bilschirm kreisen läßt. Viel Spaß bei der Auswertung.

  4. Jörg Schieb
    Jörg Schieb sagte:

    @wettig: also bei aller liebe zu kritik – aber so etwas mit dem menschenverachtenden, mörderischen und totalitären prinzipien einer ddr und einer stasi zu vergleichen, bedeutet, eben diese realitäten zu verharmlosen, und zwar aufs unerträglichste. man sollte schon die verhältnisse berücksichtigen und wahren.

  5. Wettig
    Wettig sagte:

    Wenn Google auf einem 10000te km entferntem PC´s die Cursorbewegungen registrieren kann, wie „nützlich“ sind dann die Möglichkeiten des Schutzes einer Privatsphäre (Privacy, Browserverlauf löschen, Verlauf löschen, Cookies sperren etc) Die funktionieren doch dann real auch nicht, sondern täuschen nur vor ?????????????????????????

    Zum Glück mache ich meine Geldgeschäfte nicht per net.
    Denn wenn Google dies kann, können anderen dies auch (schon ????)

  6. Wettig
    Wettig sagte:

    Will man mir (aus der ehemaligen DDR)nicht seit 20 Jahren gebetsmühlenartig beibringen, daß die Stasi der schlimmste Überwachungsapparat aller Zeiten gewesen sei und daß so etwas in einem freiem Lande und vor allem dem freiesten aller freien Länder nie, nie, nie, niemals vorkommt, geschweige denn nur angedacht wird ???????????

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