Jetzt sind die Zahlen also offiziell bekannt: Rund 244.000 deutsche Haushalte haben bei Google Widerspruch eingelegt. Sie wollen nämlich nicht, dass ihr Haus in Google Streetview zu sehen ist. Das sind Pi mal Daumen rund 3% der Haushalte.

Viele sind erstaunt, dass es doch so viele Widersprüche geworden sind. Eigentlich darf man sich aber nicht wundern, angesichts der mitunter hysterisch geführten Diskussion. Viele Fragen sind zwar aufgeworfen, aber nicht wirklich beantwortet worden. Zum Beispiel, was die Abbildung einer öffentlich sichtbaren Häuserfassade mit Privatsphäre oder Datenschutz zu tun haben soll? Wer eigentlich wirklich Schaden nimmt, wenn man virtuell durch Straßen flanieren kann? Und ob Google Streetview eigentlich überhaupt gegen irgendein geltendes Gesetz oder Recht verstößt?

All diese Fragen werden jetzt nicht beantwortet. Stattdessen werden in Google Streetview rund 250.000 Häuser verpixelt – und die Welt wird sich wundern. Denn das gibt es sonst nirgendwo auf der Welt.