Alles so schön räumlich: Mega-Trend 3D

An der Kinokasse heißt es jetzt immer häufiger: “Regulär – oder in 3D?” Vor allem Animationsfilme werden wie selbstverständlich auch in einer 3D-Fassung angeboten. Und dann heißt es: Spezialbrille aufsetzen und eine neue Filmdimension genießen. Das macht die Filme inhaltlich nicht besser, kann aber vereinzelt zu einem neuen Seherlebnis führen.

3D ist jedoch längst nicht mehr nur im Kino angesagt, sondern auch in vielen Wohnzimmern. Ob Fernsehgerät, Beamer, BluRay-Player, PC oder Fotoapparat – fast alles gibt es mittlerweile auch mit 3D-Erweiteterung. Vor allem die Fernsehwelt setzt voll auf die dritte Dimension. Fast jeder Hersteller bietet mittlerweile 3D-Fernseher an, in der Regel im oberen Preissegment. Um in den Genuss der dritten Dimension zu kommen, muss eine 3D-Brille aufgesetzt werden, meist eine so genannte Shutter-Brille, bei der abwechselnd das linke und rechte Auge abgedunkelt wird.

Doch mittlerweile ist 3D auch ohne Brille möglich: Erste TV-Geräte, die ohne das Aufsetzen einer Spezialbrille 3D-Effekte bieten, gibt es bereits. Linkes und rechtes Auge werden mit unterschiedlichen Bildern versorgt, ganz ohne Brille. Allerdings muss der Zuschauer, damit das klappt, an einer ganz bestimmten Position vor dem Fernseher sitzen. Es gibt festgelegte Blickwinkel. Experten sind sich dennoch einig, dass eher bei diesen Geräten die Zukunft liegt.

Auch Mobilgeräte werden zunehmend mit 3D-Modus ausgestattet, etwa die mobile Spielekonsole Nintendo 3DS. Auch so manche 3D-Fotokamera hat ein Display, das Bilder in 3D darstellen kann. Allerdings verwaschen hier die Farben, die Bildauflösung ist reduziert. Der Trend scheint dennoch nicht aufzuhalten – und ganz ohne Nebenwirkungen ist das Anschauen von 3D-Bildern auch nicht. So warnt Hersteller Nintendo selbst davor, dass Kinder unter sechs Jahren und ältere Personen nicht oder nicht zu lange in das 3D-Displays der Nintendo 3DS schauen sollten. Augen und Gehirn werden zu sehr angestrengt.

Wer sich mit 3D-Hardware eindeckt, will natürlich auch 3D genießen. Aber das ist gar nicht so einfach. 3D-Filme auf Blu-Ray gibt es bislang nur ein gutes Dutzend. Deutsche Fernsehsender bieten so gut wie keine 3D-Inhalte an. Immerhin gibt es für Sonys Spielekonsole Playstation 3 seit einiger Zeit verschiedene 3D-Spiele: Autorennen in 3D, einen 3D-Fernseher oder Monitor vorausgesetzt, macht deutlich mehr Spaß und wirkt realistischer. Aber nicht für alle Spiele macht die dritte Dimension Sinn.

Wer dem 3D-Trend dennoch nicht widerstehen kann, der kann mit einer speziellen 3D-Fotokamera wie der Finepix 3D von Fujifilm auch 3D-Fotoaufnahmen machen. Mit den 3D-Videokameras von Panasonic oder JVC erlauben es auch Laien, 3D-Filme zu drehen. Die Filme lassen sich dann auf 3D-Fernsehern bestaunen. Auch Youtube unterstützt mittlerweile den 3D-Trend und ist in der Lage, 3D-Videos zu erkennen und entsprechend online anzubieten.

Der 3D-Trend scheint derzeit nicht aufzuhalten. Ob es nur ein kurzfristiger Trend ist oder einer mit nachhaltiger Wirkung, lässt sich derzeit noch nicht sagen.

1 Kommentar
  1. Dennis sagte:

    Hallo, schöner Artikel der den Trend aktuell zusammenfasst. Ich bin ein großer Gadget und Technik-Fan und finde die Entwicklung daher mehr als spannend und die Schnelligkeit der Entwicklung ist beeindruckend. Ich denke durch die 3D-Technik entstehen ganz neue Märkte und alte Märkte bekommen einen Aufschwung, beispielsweise die Kinos, in die jetzt viel mehr Leute gehen, da sie 3D erleben wollen und bald wird man es auch zu Hause erleben können, aber man wird trotzdem ins Kino gehen, da es dort dann doch etwas anderes ist, diese Entwicklung finde ich Spitze.

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