Zuerst in Tunesien, jetzt auch in Ägypten: Modernen Kommunikationsmedien wie Twitter oder Facebook kommt bei den Protesten in den nordafrikanischen Ländern eine große Bedeutung zu. Die Menschen tauschen über den Kurznachrichtendienst Twitter Meinungen aus. Sie organisieren Protestkundgebungen – anonym. Auf Facebook dasselbe.

Der ägyptischen Regierung ist das ein Dorn im Auge: Seit Dienstag sind Twitter und Facebook in Ägypten schwer oder gar nicht zu erreichen. Die Provider wurden angewiesen, die Dienste zu sperren. Ein Armutszeugnis – und alles andere als demokratisch. Doch die Menschen finden andere Wege, tauschen sich nun eben über Blogs und andere Dienste aus. Das Internet hält viele Möglichkeiten bereit.

Darum wurde in Kairo und Umgebung das Internet teilweise sogar komplett blockiert. Klarer kann man wohl als Regierung nicht zum Ausdruck bringen, was man vorhat: Das Recht auf freie Meinung derart radikal zu beschneiden, ist armselig – und wird bei den Menschen, die es betrifft, ganz sicher so schnell nicht wieder vergessen. Im Rest der Welt erst Recht nicht. Und im Internet sowieso nicht.