Sicherheits-Leck in Google Chrome entdeckt

Googles Browser Chrome galt bislang als nahezu bombensicher. Interne Sicherheitsmechanismen (Sandbox) sorgen dafür, dass es kaum möglich ist, aus dem Browser heraus auf interne Datenbestände zuzugreifen oder Programme zu starten.

Während in anderen Browsern ständig neue Sicherheitslecks entdeckt werden, gab es über Google Chrome bislang kaum etwas zu berichten. Selbst die pfiffigsten Hacker haben sich an Chrome bislang die Zähne ausgebissen. Keine Frage: Die Google-Entwickler haben ein gutes Stück Software gebaut.

Aber hundertprozentige Sicherheit gibt es eben nicht. Es gibt überall ein Leck. Der französische Sicherheitsdienstleister Vupen hat nach eigenen Angaben eine Sicherheitslücke in der aktuellen Version 11 entdeckt. Damit soll es möglich sein, eine Webseite so zu präparieren, dass auf vorbeisurfenden Windows-Rechnern eine beliebige Anwendung gestartet werden kann. Das Unternehmen zeigt in einem Video, dass es tatsächlich klappt. In dem WWW: Video wird über den Browser der Taschenrechner von Windows gestartet.

Wie das genau funktioniert, wie das Sicherheitsleck aussieht – das will die Firma erstmal nicht verraten. Auch ob Google bereits informiert wurde, bleibt ein Geheimnis.

Zweifellos: Das kratzt nun ein wenig an dem strahlenden Image von Chrome. Auch Google Chrome scheint also angreifbar. Es ist aber das erste entdeckte Sicherheitsleck überhaupt – und das ist und bleibt beeindruckend.

Software wird von Menschen gemacht, deshalb kann es Software ohne Fehler und folglich auch Software ohne Sicherheitslecks nicht geben. Dass nun doch mal eins gefunden wurde, ist deshalb wenig überraschend.

Das Ganze riecht für mich daher eher nach einem PR-Coup der Sicherheitsfirma, der offensichtlich weniger an der Sicherheit gelegen ist, als daran, die Nachricht möglichst effektiv auszuschlachten. Anderenfalls hätte das Unternehmen nämlich in aller Stille seine Kunden über das Leck informiert – und vor allem aber Google in Kenntnis gesetzt, damit die das Leck stopfen können.

Aber so laut die Werbetrommel zu rühren, ist in diesem Fall ganz sicher nicht erforderlich.

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