Dass es nicht immer so einfach ist mit den Privatsphäreeinstellungen in den sozialen Netzwerken – was dürfen nur Freunde sehen, was ist für jeden lesbar, was ganz privat –, dass es also schwierig sein kann, die richtigen Optionen anzuklicken, das ist allgemein bekannt. Dass aber auch IT-Experten damit schon mal Schwierigkeiten haben, das überrascht dann doch den ein oder anderen.

Zumindest lässt sich eine gewisse Schadenfreude nicht verleugnen, wenn dann mal was schief geht. Diese Woche hat Google-Mitarbeiter Steve Yegge, der schon seit über sechs Jahren bei Google arbeitet und davor bei Amazon beschäftigt war, sein Herz ausgeschüttet: Lächerlich seien einige Punkte bei Google+, das Netzwerk sei eine wenig durchdachte Kurzschlussreaktion. Peinlich nur, dass diese Statements auf Google+ von jedem gelesen werden konnten und nicht nur von Freunden und Kollegen, wie es offensichtlich geplant war.

Zwar hat Yegge den Beitrag schnell wieder gelöscht. Aber weil das Internet nichts vergisst, normalerweise dank Google, ist auch dieser peinliche Fehltritt nach wie vor online nachzuschlagen.

Falls Steve Yegge noch nicht gefeuert ist: Vielleicht sollte man ihn in die Abteilung versetzen, die für eine gelungene Benutzeroberfläche und Privatsphäre verantwortlich ist. Er würde da sicher gute Arbeit leisten – schon aus eigenem Interesse. Damit so etwas nicht noch mal passiert.