Soundcloud, Gidsy, Amen, Zapitano – wer sich etwas intensiver mit neuen Portalen im Web beschäftigt, kennt diese Namen. Doch kaum jemand käme auf den Gedanken, dass hinter den Angeboten deutsche Köpfe stecken, dass deutsche Unternehmer die Ideen entwickelt, deutsche Programmierer die Seiten programmiert und ins Netz gestellt haben. Ist aber so: Immer mehr deutsche Startups haben nicht nur gute Ideen, sondern sind auch erfolgreich.

Die Zeiten, in denen deutsche Internetunternehmen nur bereits vorhandene Konzepte aus USA kopiert und auf den deutschen Markt übertragen haben, scheinen endgültig vorbei. Mittlerweile entstehen auch in Deutschland richtig gute Ideen.

Zahlreiche gelungene Beispiele belegen das. Soundcloud etwa entwickelt sich zu einer Art Youtube für Audios und hat gerade richtig viel Kapital bekommen, es sollen 50 Millionen Dollar sein. Auch die Social Community Zapitano oder das ausgefallene Bewertungsportal Amen machen von sich Reden. Nun macht auch noch der Online-Marktplatz für Erlebnisse und Veranstaltungen Gidsy von sich Reden.

All diese Portale stellen zwar das Internet nicht auf den Kopf, ergänzen es aber sinnvoll und finden weltweit Beachtung. Was nicht nur daran liegt, dass viele deutsche Startups ihre Angebote erst mal in englischer Sprache entwickeln, damit sie weltweit für Neugierde sorgen, sondern auch daran, dass die Projekte internationaler gedacht und aufgestellt sind – und eben oft auf einer wirklich guten Idee basieren.

Immer öfter investieren Promis wie US-Schauspieler Ashton Kutcher in solche Projekte. Ashton Kutcher ist dafür bekannt, nicht nur ein echter aktiver Twitter-Fan zu sein, der Millionen von Followern hat, sondern auch schlau in Internet-Startups zu investieren. Es spricht für den Mimen, dass er dabei nicht nur amerikanische Unternehmen im Blick hat, sondern durchaus auch solche in Europa, vor allem aus Deutschland.

Kutcher hat nicht nur ins Bewertungsportal Amen Geld investiert, sondern kürzlich erst 1,2 Millionen Euro in das Berliner Startup Gidsy. Kutcher ist sogar persönlich in Berlin vorbei gekommen und hat sich alles erklären lassen, bevor er den Scheck unterschrieben hat.

Eine neue Generation von Unternehmern ist an den Start gegangen: Sie versuchen nicht, eine bereits bewährte Idee zu kopieren, sondern sie sind smart und kreativ genug, eigene Ideen zu entwickeln – und diese dann auch noch auf wirtschaftlich solide Beine zu stellen. Sie können Investoren aus aller Welt begeistern und ihre Projekte verlässlich entwickeln. Das sind gute Nachrichten für den Standort Deutschland: Wir brauchen Know-how im IT-Bereich – und haben davon offensichtlich eine ganze Menge.

3 Kommentare
  1. Gilhorn
    Gilhorn sagte:

    Die Portale mögen ja durchaus ihre Existenzberechtigung haben und der Erfolg sei ihnen gegönnt.

    Der sehr ausführliche Hinweis auf den allseits beliebten US-Schauspieler und dessen Verquickung mit diesen Portalen wirkt dagegen eher abschreckend, wenn man die sonstigen kulturellen Leistungen der Schauspielkunst dieses Herrn betrachtet.

  2. Robert
    Robert sagte:

    Der hinterlegte Link für die „Amen“-Webseite (www.amen.com) ist falsch. Die korrekte URL lautet „getamen.com“

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