Microsoft XENIX-Diskette

Heute steht der Name Microsoft vor allem für das weit verbreitete Betriebssystem Windows. Kaum bekannt ist, dass man in der Vergangenheit auch mit anderen Systemen experimentierte. Außer dem textbasierten DOS gab es auch ein UNIX-ähnliches System im Produktportfolio – vor 30 Jahren allerdings.

Ende der 1970er-Jahre vertrieb Microsoft tatsächlich eine UNIX-Version unter eigenem Namen. Man lizenzierte diese von der amerikanischen Telekommunikations-Firma AT&T, konnte allerdings nicht den Namen UNIX verwenden. So wurde Microsoft Xenix daraus. Xenix war anfangs gedacht für 16-Bit-Microcomputer wie den damals beliebten 8088/8086-Prozessor von Intel. Schließlich wurde es 1987 für den 32-Bit-Prozessor 386 erweitert.

Als Microsoft begann, mit IBM an einem neuen grafischen Betriebssystem zu arbeiten, später als OS/2 veröffentlicht, verlor man das Interesse an der Weiterentwicklung von Xenix. Bis 1993 wurde sogar sämtlicher interner E-Mail-Verkehr bei Microsoft mit Xenix-basierten Servern abgewickelt.

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