Die De-Mail soll E-Mail zur “sicheren, vertraulichen und nachweisbaren Kommunikation im Internet” machen. Vorteil: E-Mails und Dokumente lassen sich hier verschlüsselt verschicken. Abhörsicher. Absender und Empfänger müssen sich bei der Einrichtung ihres De-Mail-Postfachs identifizieren (etwa mit Personalausweis) und bei jeder(!) verschickten E-Mail ausweisen. Dadurch soll die De-Mail im Gegensatz zur regulären E-Mail weitgehend fälschungssicher sein. Man kann der Absenderangabe vertrauen.

De-Mail-Anbieter wie Telekom und 1&1 starten jetzt mit De-Mail. Rund 40 Partner machen von Anfang an mit, darunter Versicherungen  und Banken, die naturgemäß ein großes Interesse an rechtsverbindlichen E-Mails haben. Kunden von Telekom und 1&1 sollen ab nächster Woche vertrauliche Dokumente an Behörden und Firmen verschicken können, auch der Empfang ist möglich. Wer gleich von Anfang an bei der De-Mail mitmachen will: Ab sofort kann sich jeder bei der Telekom für die De-Mail registrieren. Bis Ende des Jahres sind monatlich 50 De-Mails kostenlos enthalten, danach nur noch drei De-Mails pro Monat, jede weitere wird dann mit 0,39 Euro berechnet. Bei 1&1 sieht es ganz ähnlich aus. Hier können sich auch Geschäftstreibende registrieren, wenn sie im großen Stil De-Mails empfangen und verschicken wollen.

Wer sich mit seinem Smartphone oder Tablet im App-Store mit Apps versorgt, muss immer wieder ellenlange Nutzungsbedingungen akzeptieren, die so genannten AGB. Niemand liest sich die seitenlangen und zu allem Überfluss auch noch schwer verständlichen Texte durch, schon gar nicht auf dem winzigen Display eines Smartphone. Ein Fehler, denn die AGB enthalten mitunter folgenreiche Klauseln. Zu viele sind zum Nachteil der Verbraucher, finden Verbraucherschützer. Die haben sich nämlich mal die AGB von Google, Apple, Microsoft, Samsung und Nokia angeschaut – und mehr oder weniger die Hände über den Kopf zusammengeschlagen. Weil Klauseln die Konsumenten benachteiligen, zum Beispiel beim Datenschutz.

Alle Anbieter wurde abgemahnt. Microsoft und Nokia haben ihre AGB gleich angepasst. Löblich. Samsung hat einen Teil korrigiert. Apple und Google hingegen haben auf stur geschaltet – und kein Entgegenkommen gezeigt. Deshalb haben die Verbraucherschützer Google und Apple nun verklagt. Immer wieder bedenklich, wie wenig sich amerikanische Onlinedienste um Verbraucherschutz scheren.

“Angry Birds” kennt fast jeder – und jetzt macht “Angry Kremlins” von sich Reden. Es wird genauso gespielt wie das berühmte Vorbild und sieht auf den ersten Blick auch fast genauso aus. Allerdings gibt es im Detail durchaus Unterschiede: Bei Angry Kremlinks katapultiert der Spieler keine verärgerten Vögel, sondern die Köpfe von Patriarch Kirill und Präsident Wladimir Putin durch die Gegend… Er soll die maskierten Gesichter der drei Bandmitglieder der Punkband “Pussy Riots” erwischen. Pro Treffer gibt es 666 Punkte – die symbolische Zahl des Teufels. Wenn alle Bandmitglieder aus dem Spiel erwischt wurden, erscheint der Schriftzug “You defeated those riots” (Du hast diese Riot-Mädels besiegt.)

Das Ganze ist ein symbolischer Aufschrei, ein Spiel als Protest gegen die verhängte Lagerhaft der drei Frauen der russischen Punkband “Pussy Riot”, die weltweit für Empörung gesorgt hat. Entwickelt wurde das Browser-Game von einigen Software-Tüftlern in Estland. Das eigentliche Spiel ist etwas träge. Aber es geht ja schließlich um andere Dinge: Es geht darum, mehr Aufmerksamkeit auf den unfairen Prozess zu lenken. Das könnte gelingen.