Auch amerikanische Onlineunternehmen sollen in Europa nicht mehr machen dürfen was sie wollen. Europäische Datenschützer haben Google aufgefordert, die an vielen Stellen viel zu vage formulierten Datenschutzbestimmungen zu ändern – und zwar bis spätestens Anfang 2013. Eigentlich genug Zeit, um Formulierungen anzupassen, die uns User in der Tat im Unklaren darüber lassen, was mit den von Google über uns erhobenen Daten passiert.

„Beispielsweise“, „gegebenenfalls“, „möglicherweise“ – das scheinen die Lieblingsformulierungen bei Google zu sein. Man will sich eben nicht festlegen, was mit den Daten eigentlich passiert. Ob man es selbst nicht weiß oder den Usern nur nicht verraten will, ist eigentlich fast egal – beides ist eine Zumutung. Deshalb ist es richtig, von Google konkretere Angaben einzufordern, was erlaubt sein soll und was nicht. Vor allem sollen Nutzer endlich mitgeteilt bekommen, welche Daten eigentlich erfasst, erhoben und gespeichert werden – und zu welchem Zweck. Auch ein Widerspruchsrecht ist erforderlich.

Noch reagiert Google gelassen. Aber der Druck der Datenschützer nimmt zu – vollkommen zu Recht, denn wir User haben ein Recht selbst zu bestimmen, was mit unseren Daten passiert.