Seit einigen Jahren können die User darüber abstimmen und in gewissen Grenzen sogar mitbestimmen, wie die Spielregeln für das größte soziale Netzwerk aussehen sollen. Zumindest theoretisch ist das. In der Praxis aber eher nicht, denn es müssten 30 Prozent aller User mitmachen, damit eine Abstimmung für Facebook überhaupt bindend ist. 30 Prozent – das wären über 300 Millionen Facebook-Benutzer. So viele wird man nie motivieren können.

Deshalb ist es schon konsequent, dass Facebook diese Demokratie-Farce offiziell beendet. Denn es gibt sowieso keine wirkliche Möglichkeit zur Mitbestimmung. Unverschämt ist nur, dass Facebook offiziell argumentiert, die User hätten kein Interesse – und deshalb verzichte man künftig auf die Möglichkeit der Mitbestimmung.

In Wirklichkeit hat Facebook selbst gar kein Interesse an einer vitalen Diskussion mit den Usern. Hatte Facebook noch nie. Anderenfalls hätte Facebook die User auch auf die regelmäßigen Abstimmungen hingewiesen. Hat Facebook aber nicht, sondern die Wahlen stets gut versteckt und verheimlicht. Ein bisschen verlogen, dieses Facebook.