Windows 8 ist erst vor wenigen Monaten erschienen. Doch bei Microsoft arbeitet man bereits kräftig am Nachfolger. „Windows Blue“, so soll er heißen. Fertig werden soll das neue System noch 2013.

Schon jetzt wird ein erster Meilenstein von Windows Blue intern getestet. In Fachkreisen geht man davon aus, dass der Softwaregigant aus Redmond den Nachfolger von Windows 8 schon im August 2013 fertigstellen will.

Kein rundum neues Windows

Doch Windows Blue wird kein komplett verändertes System, wie etwa bei Windows XP oder zuletzt Windows 8. Der kurze Entwicklungszeitraum ist vielmehr eine Antwort auf die ebenfalls schnell aufeinander folgenden neuen Versionen von OSX. Der Kern des Apple-Systems ist mittlerweile schon 12 Jahre alt – Updates kommen jedes Jahr.

Mit Windows Blue will Microsoft sich vom bisherigen 3-Jahres-Rhythmus verabschieden. Anstelle alle paar Jahre eine neue Version mit vielen Änderungen zu veröffentlichen, sind kleine Updates viel handlicher. Und: Die Benutzer gewöhnen sich leichter um. So soll Apple besser Paroli geboten werden.

Windows-Blue-Logo-Mockup

Windows-Blue-Logo: So könnte es aussehen

Was ist anders in Windows Blue?

Die ersten Hinweise, was denn nun drin steckt in Windows Blue, kommen von der chinesischen Webseite Win8China. Laut diesen Informationen wird sich das neue Windows nicht wesentlich von Windows 8 unterscheiden. Zwar werden einige Änderungen in der Benutzeroberfläche umgesetzt, wie zum Beispiel die Art und Weise, wie das ‚Charms‘-System arbeitet.

Neuer Kernel, neue Grafik-Engine für Apps

Die wichtigsten Anpassungen finden jedoch unter der Haube statt. Denn mit Windows Blue hebt Microsoft die Versionsnummer von 6.2 auf 6.3 an. Das heißt, es gibt ein neues Kernsystem (Kernel). Mit diesem neuen Herzstück soll das System schneller und stabiler laufen – und ganz nebenbei auch noch weniger Energie verbrauchen. Wichtig ist das vor allem für Tablets, für die sich Windows ja auch eignet.

Außerdem mit an Bord ist ein aktualisiertes Darstellungs-System. Damit sollen Apps im Modern-UI-Stil auf Bildschirmen mit hoher Auflösung besser aussehen.

Preview und Fertigstellung noch 2013

Richtig losgehen mit Windows Blue soll’s schon bald. Denn geplant ist unter anderem eine Vorabversion, mit der jeder das neue System vor der Fertigstellung testen kann. Schon am 7. Juni 2013 soll Windows Blue dann RTM-Status erreichen.

Was kostet Windows Blue?

Für Besitzer von Windows 8 gibt es gute Neuigkeiten: Man sagt, dass Microsoft das Update von Windows 8 auf Windows Blue kostenlos anbieten will. So nimmt das neue System eher den Charakter eines Service Packs, wie wir es bisher kennen. Mit der kostenlosen Upgrade-Möglichkeit wären die Redmonder der Apfel-Firma einen Schritt voraus. Denn Apple lässt sich die OSX-Upgrades jedes Mal bezahlen.

Von offizieller Seite gab es, wie üblich, bisher keine Stellungnahme zu Windows Blue. Es bleibt also weiter spannend.

2 Kommentare
  1. Alex
    Alex sagte:

    Obwohl so gesehen auch nicht für jeden Einsatz Windows verwendet werden muss. Vieles oder einiges, je nach Umsetzung, kann auch mit anderen Betriebssystemen erledigt werden, es müssen halt nur die entsprechenden Treiber und/oder Anwendungen existieren/geschrieben werden, dann sollte es auch damit klappten, aber da wäre die Rede von was anderem.

    Hier geht es um Windows und dass schon wieder was „neues“ erscheint, ist doch eigentlich nichts neues, nur es macht dann wieder Spaß, laufende Systeme abzudecken.

    OK, beispielsweise gibt es für Linux-Systeme auch Updates, aber dazu muss nicht, je nach dem, das ganze System neu aufgesetzt werden. Die offiziellen Kernel die es für die jeweilige Version gibt, wird gleich mit aktualisiert.

  2. ja
    ja sagte:

    Hatten wir das nicht schon einmal? Hatte Microsoft nicht das gerade neu herausgebrachte Vista just in dem Monat, als die deutsche Version erschien, schon wieder für veraltet erklärt?

    Als jemand, der einen Firmen-PC-Park zu betreuen hat, sind mir so kurzfristige Änderungen im Propaganda-Schwerpunkt einerseits ein Greul, aber andererseits durchaus recht. Sowas gibt unsereinem sozusagen von höchster Stelle die Befugnis, nicht so schnell auf jeder neuen Welle mitzureiten…

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