Die Idee ist gut: Die Telekom will möglichst viele private DSL-Kunden davon überzeugen, ihren WLAN-Zugang mit Fremden zu teilen. Auf diese Weise sollen innerhalb kürzester Zeit über 2,5 Millionen zusätzliche Hotspots in Deutschland zur Verfügung stehen, die jeder nutzen kann. Das wiederum soll die Mobilfunknetze entlasten und unterwegs für mehr Datentempo sorgen.

Könnte klappen, wenn viele Menschen mitmachen. Wer mitmacht, der bekommt einen speziellen WLAN-Router zur Verfügung gestellt. Der baut zwei WLAN-Netze auf: Das eigene, völlig private – und parallel dazu ein öffentliches, das jeder nutzen kann. Das private WLAN hat immer Vorrang, hier werden die Daten im maximal möglichen Tempo ausgetauscht. Nur wenn das privat WLAN nicht ausgelastet ist, kommt das öffentliche zum Zuge. Zugriff auf die privaten Daten haben Fremde auf diese Weise zu keinem Zeitpunkt. Ein schlaues Konzept, das gut funktionieren könnte. Wer mitmacht und sein WLAN mit anderen teilt, profitiert und kann weltweit kostenlos surfen. Das Konzept kommt vom Startup Fon, mit dem die Telekom zu diesem Zweck kooperiert. Bis 2016 könnten 2,5 zusätzliche WLAN-Hotspots in Deutschland zur Verfügung stehen. Wir werden sehen.

5 Kommentare
  1. Lkorsten
    Lkorsten sagte:

    Ich finde die Idee gut. Betreibe zu Hause auch zwei Wlan Netze eins für Freunde und Besucher und mein Privates. Klappt ganz gut und hatte noch nie Probleme damit.

  2. Alex
    Alex sagte:

    Einerseits wäre die Idee eines Hotspot an sich nicht schlecht, gerade vielleicht in Dörfern oder so, aber wenn Kosten entstehen und die Sicherheit bedenklich ist, dann sollte man es vorerst lassen. Es sei denn, die Telekom bietet zwei Möglichkeiten an, dass beide W-LAN-Geräte unabhängig arbeiten, immerhin hat in der Regel jedes Gerät eine eigene MAC-Adresse, so könnten beide Geräte unabhängig betrieben werden, aber die Sicherheit wäre theoretisch gegeben, aber was ist heute schon sicher? Wegen des Hotspots müsste es einen Vertrag oder Klausel geben, dass der Betreiber, also der private Betreiber keine Haftung für etliche Schäden etc. übernimmt.

  3. Rudolf Fiedler
    Rudolf Fiedler sagte:

    Wenn man wirklich nachdenkt, dürfte das keine so sinnvolle Lösung für die WLAN-Inhaber sein. Zum einen öffnen sie ein riesiges Tor für Hacker in das eigene Netz.
    Zum Anderen ist noch völlig offen: Betreiber öffentlicher Hotspots können aktuell noch für die Aktionen der User haftbar gemacht werden, die den Hotspot verwenden.
    Allein aus diesen Gründen kann ich nur jedem abraten, sein WLAN zu einem Hotspot zu machen.

  4. willi
    willi sagte:

    Ich habe auf der Cebit mit einer Telekom-Mitarbeiterin gesprochen. Kostenfrei ist dieser WLAN-Router nicht: 5 EUR pro Monat Miete oder für 100 EUR kaufen. Das dürfte die Begeisterung erst mal etwas dämpfen.

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