Wenn man Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland ist, dann darf man nicht ungestraft eine unglückliche Formulierung verwenden. Erst Recht nicht, wenn diese Formulierung etwas mit dem Internet zu tun hat.

Nur wenige Sekunden, nachdem Angela Merkel auf einer Pressekonferenz das Internet im allgemeinen und die sozialen Netzwerke im besonderen als „Neuland“ bezeichnet hat, ging auf Twitter der Shitstorm los: „Das hat sie jetzt nicht wirklich gesagt“?

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Seitdem ist #neuland der beliebteste Hashtag im deutschsprachigen Twitter. Jede Menge Lästereien, Spott und Häme. Im Kern haben alle, die diese Formulierung kritisieren, Recht: Im Jahr 2013 darf das Internet für die Politik wohl nicht ernsthaft Neuland sein.

Erst Recht nicht, wenn man Tage hinter sich hat, in denen der Prism-Abhörskandal das große Thema ist. Aber es war ein heißer Tag. Der US-Präsident war gerade zu Gast. Das zerrt an den Nerven. Neuland sollte das Internet für Frau Merkel aber trotzdem nicht sein. Auch nicht für ihre Ministerinnen und Minister.