Man kennt die Art von Aufnahmen von Google Streetview: Fotos, in denen man sich um die eigene Achse drehen, beliebig umschauen und auch Details heranzoomen kann. Früher waren für solche Fotoaufnahmen sündhaft teure Spezialkameras nötig. Doch das ändert sich langsam. Beispiel: Panono. Eine Ballkamera, kugelrund und zum Hochwerfen gedacht.

Im Ball sind 36 Fotosensoren untergebracht, jeder mit einer Auflösung von zwei Megapixel. Macht in der Summe 72 Megapixel. Das Besondere an der Kamera: Man wirft sie nach oben – und am höchsten Punkt angekommen, löst die Kamera automatisch aus und macht eine 360-Grad-Panoramaaufnahme.

Bei Bedarf lässt sich die rund 450 Euro teure Kamera auch auf einem Stativ anbringen oder aus der Hand auslösen. Noch gibt es nur einige wenige Prototypen, doch entsprechendes Interesse vorausgesetzt, soll die Ballkamera schon sehr bald in die Massenproduktion gehen. 450 Euro soll die Kamera dann kosten. Besonders faszinierend ist das Betrachten der Aufnahmen auf einem Smartphone oder Tablet.

Da diese Mobilgeräte mittlerweile jede Bewegung erkennen, bekommt man stets einen anderen Bildausschnitt präsentiert, je nachdem, wo man gerade hinschaut. Ein verblüffender Effekt: Es entsteht fast der Eindruck, als wäre man in dem Bild selbst enthalten und könnte sich frei darin bewegen.