Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram sind nicht nur bei ganz normalen Usern beliebt, sondern auch bei allen, die möglichst viele Leute erreichen wollen bei möglichst vollständiger Anonymität. Wenn Demonstranten in unterdrückten Ländern sich mit sozialen Netzwerken Gehört verschaffen, finden wir das prima. Wenn jedoch Terroristen wie die IS-Terrormiliz geschickt die neuen Medien nutzen, stößt uns das auf. Jetzt missbrauchen die IS-Terroristen sogar das soziale Netzwerk Diaspora.

Twitter hat reagiert und die Nutzerkonten der Terrorgruppe gesperrt. Doch die Islamisten lassen sich nicht unterkriegen und setzen jetzt auf Diaspora. Ein soziales Netzwerk, das auf dem Peer-to-Peer-Prinzip basiert, hier gibt es keine Zentrale, sondern jede Menge Server, die lose miteinander verbunden sind. Das bringt durchaus eine Menge Vorteile, etwa bei der Datensicherheit und der Privatsphäre. Anonymität ist garantiert.

Das nutzen die Terroristen nun aus. Bei Diaspora lassen sich Benutzerkonten nicht einfach so sperren – Inhalte ebenso wenig. Aus dem eigentlichen Vorteil des Konzepts wird ein großer Nachteil für die Welt. Denn wenn solche Inhalte sich unkontrolliert verbreiten können, ist der Schaden enorm.

Diaspora

In einem Blogbeitrag erklärt das Diaspora-Team, es gebe “keinen Weg für das Kernteam, die Inhalte eines speziellen Netzwerkknotens zu bearbeiten oder zu löschen”. Außerdem sei man besorgt “über die Aktivitäten dieser Mitglieder innerhalb unseres Netzwerks”. Grund genug also, sich nicht nur Gedanken über Freiheit und ein Maxmimum an Anonymität zu machen, sondern sich auch mal Gedanken über Verantwortung zu machen.