Welcher Song ist angesagt, welches Album verkauft sich besonders gut? Das verraten die so genannten “Charts”, die jede Woche neu herauskommen. Eine Art offizieller Verkaufsstatistik. In den USA sind es die Billboard Charts, die ausschlaggebend sind. Bislang wurden nur verkaufte Alben und Online-Downloads gewertet. Jetzt berücksichtigt die Statistik auch, wie oft ein Song in den führenden Streamingdiensten angehört wurde.

Weil immer mehr Menschen Musik online hören, auch und vor allem im Streaming-Diensten wie Spotify, haben die Bilboard Charts nur noch bedingte Aussagekraft. Seit 23 Jahren zählen bei den Billboard 200 Album-Charts nur die verkauften Alben der Künstler. Darum will Billboard ab Dezember auch die Streamingdienste berücksichtigen. Dabei werden konkrete Verkäufe (Downloads) anders bewertet als das reine Anhören von Songs.

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Und das geht so: Werden zehn Einzelsongs aus einem Album online verkauft (als Download), wird das wie ein verkauftes Album gewertet. Auch zählen 1.500 Streams verschiedener Songs eines Albums als ein Albumverkauf. Das bedeutet insgesamt einen Paradigmenwechsel – und berücksichtigt die Realität stärker als bislang. Viele Künstler werden verstärkt in Streamingdiensten angehört, aber nicht so häufig gekauft – die profitieren von der neuen Bewertung.

Für alle, denen das nicht geheuer ist: Keine Sorge, es wird zukünftig die Top Album Sales-Charts geben. Hier sind dann ausschließlich die konkreten Albumabsätze berücksichtigt.

Zwar werden nicht alle, doch die meisten großen Streamingdienste berücksichtigt. Billboard wertet die Zahlen von Spotify, Beats Music, Google Play Music und Xbox Music aus.