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Der Boom der Daten-Brillen

21.02.2015 | Von Jörg Schieb

Tipps

Untätig vor dem Bildschirm oder Display des Smartphones sitzen? Das war gestern. In Zukunft nutzen wir Daten-Brillen, die Bilder aus dem Netz projizieren, teils sogar direkt ins Auge. Derzeit bringen viele Hersteller entsprechende Daten-Brillen auf den Markt. Ein regelrechter Boom.

Egal ob wir spielen, im Internet surfen – in Bewegung, bei der Arbeit oder zu Hause: Daten-Brillen dringen zunehmen in unseren Alltag ein. Und alle großen Anbieter sind dabei. Und so nutzen wir das Internet in der Zukunft:

Die Brille soll alltags-tauglicher werden

Googles Daten-Brille „Glass“ hat in den letzten Jahren für Aufmerksamkeit gesorgt. Immer und überall auf Daten aus dem Netz zugreifen können: So stellt sich Google die Daten-Zukunft vor.

Doch bislang ist der Erfolg der Brille nur in der engeren Internet-Szene zu verzeichnen. Die Verkaufs-Zahlen der 1500 Euro teuren Brille beschränken sich auf ein paar Tausend. Deshalb hat Google den Verkauf zunächst eingestellt. Das bedeutet aber nicht automatisch das Aus. Ganz im Gegenteil: Die nächste Generation befindet sich in der Entwicklung, die Brille soll alltags-tauglicher werden.

glass

In Bars sind Daten-Brillen unerwünscht

Unerwartet war für die Entwickler das schlechte Feedback. Sogar im Silicon Valley finden sich in vielen Bars und Restaurants Hinweis-Schilder mit: „Keine Daten-Brillen erwünscht.“ Der Grund? Mit der Daten-Brille können unbemerkt Fotos und Videos aufgenommen werden. Unpraktisch ist die Google Glass deshalb aber nicht. Es finden sich durchaus einige nützliche Funktionen.

glasshole

Selbst beim Ski-Fahren

Bereits erfolgreich getestet wurde die Brille in einer Lager-Halle. Den Arbeitern werden wichtige Informationen in die Brille projiziert: Wo befinden sich bestimmte Pakete? Wie müssen sie gestapelt werden? Eine gute Hilfestellung, mit positiven Auswirkungen auf das Budget des Unternehmens.

Auch im Freizeit-Bereich setzen sich Daten-Brillen durch. Zum Beispiel beim Golfen oder Ski-Fahren. Für 20 Euro täglich kann man sich in Österreich eine Ski-Daten-Brille ausleihen. So erscheinen nützliche Informationen über die Pisten und sogar zurück gelegte Strecken oder auch die Geschwindigkeit direkt auf der Brille.

Facebook setzt auf Virtuelle Realität

Facebook setzt seinen Schwerpunkt vor allem auf Unterhaltung und Spiele. Facebook-Chef Marc Zuckerberg hat deshalb die Firma Oculus übernommen. Diese stellt vor allem solche Virutal Reality Brillen her, die den Benutzer in eine virtuelle Welt eintauchen lässt. Spiele werde so zu einem ganz besonderen Erlebnis. Dabei allein soll es aber nicht bleiben. Facebook zielt auch darauf ab, Eindrücke von Freunden in virtueller Realität zu erleben und selbst teilen zu können. Eine Brille, die uns von der Außenwelt abschirmt.

ocolus rift vr

Bei der neuen Daten-Brille „SmartEyeGlass“ von Sony sieht das anders aus. SmartEyeGlass funktioniert eher wie Google Glass, kostet aber nur etwa halb so viel: 800 Euro. Man sieht seine Umgebung – und Infos werden in die Brille projiziert. Sonys Daten-Brille ist gerade erst auf den Markt gekommen. Sie soll zum Beispiel helfen, seinen Weg am Flug-Hafen zu finden. Oder man bekommt Infos über Sehens-Würdigkeiten präsentiert.

smart eye glass

Microsoft lässt Objekte schweben

So allmählich bietet jeder eine Daten-Brille an. Auch Microsoft. Hololens heißt das gute Stück. Man kann durch die Brille hindurch sehen. Bei Hololens entstehen 3D-Bilder. Hologramme. Das sind 3D-Objekte, die im Raum zu schweben scheinen. Damit könnten Designer zum Beispiel Design-Studien anschauen, etwa wenn sie ein Motor-Rad entwerfen. Doch auch zu Hause könnte man eine solche Brille benutzen.

In Zukunft könnten überall Infos erscheinen, zum Beispiel virtuelle Notiz-Zettel, die an der Kühlschrank-Tür zu kleben scheinen. Allerdings müsste man dazu ständig die Brille aufsetzen.

hololens

Eine Kontaktlinse, die online geht

Bedient werden soll der Computer dann durch Sprach-Steuerung. Und das ist keine Zukunfts-Vision: Schon das nächste Windows 10 soll das alles unterstützen.

Wo das alles enden könnte, zeigt der Kurzfilm „Sight“ von Studenten aus Israel: Hier haben die Leute Kontakt-Linsen im Auge, die mit dem Internet verbunden sind. Selbst bei einem Gespräch erscheinen Infos, etwa über die Person, mit der man sich gerade unterhält. Allzu weit sind wir von dieser Vision gar nicht mehr entfernt. Und beruhigend ist das nicht.




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