Windows auf dem neuesten Stand zu halten ist heute wichtiger denn je. Während automatische Updates standardmäßig aktiviert sind, gibt es gute Gründe, den Update-Status regelmäßig manuell zu überprüfen. Gerade bei kritischen Sicherheitsupdates oder wichtigen Feature-Updates möchtet ihr vielleicht nicht warten, bis Windows von sich aus tätig wird.
So prüft ihr manuell auf Updates
Der Weg zu den Update-Einstellungen ist in Windows 10 und 11 ähnlich geblieben. Klickt auf „Start“ und dann auf „Einstellungen“ (das Zahnrad-Symbol). Alternativ drückt ihr die Windows-Taste + I. Im Einstellungsmenü navigiert ihr zu „Update & Sicherheit“ (Windows 10) beziehungsweise „Windows Update“ (Windows 11).
Hier findet ihr den Button „Nach Updates suchen“. Ein Klick darauf startet eine sofortige Überprüfung der Microsoft-Server. Je nach aktuellem Status kann der Button auch „Jetzt installieren“ oder „Jetzt neu starten“ heißen.
Verschiedene Update-Kategorien verstehen
Microsoft unterscheidet zwischen verschiedenen Update-Typen: Sicherheitsupdates kommen meist am zweiten Dienstag im Monat („Patch Tuesday“), kumulative Updates bündeln mehrere Fixes, und Feature-Updates bringen zweimal jährlich größere Neuerungen. Dazu kommen optionale Updates, die ihr separat installieren könnt.
Optionale Updates findet ihr unter „Erweiterte Optionen“ und dann „Optionale Updates“. Hier verstecken sich oft Treiber-Updates für eure Hardware oder Preview-Updates für kommende Features.
Update-Verhalten anpassen
Unter „Erweiterte Optionen“ könnt ihr das Update-Verhalten feinjustieren. Besonders praktisch: Die „Nutzungszeiten“ lassen sich definieren, damit Windows nicht während der Arbeit zum Neustart drängt. Feature-Updates könnt ihr bis zu 365 Tage pausieren – nützlich, wenn ihr auf bewährte Stabilität setzt.
Für Profis interessant: Der „Windows Insider-Programm“-Bereich ermöglicht den Zugang zu Beta-Versionen. Hier testet ihr kommende Windows-Features vor allen anderen – allerdings auf eigenes Risiko.
Troubleshooting bei Update-Problemen
Falls Updates hängen bleiben oder Fehler anzeigen, hilft oft die Windows Update-Problembehandlung. Diese findet ihr unter „Problembehandlung“ in den Einstellungen. Das Tool erkennt und behebt automatisch häufige Update-Hindernisse.
Bei hartnäckigen Problemen könnt ihr den Windows Update-Cache leeren: Stoppt den Windows Update-Dienst in den Diensten (services.msc), löscht den Inhalt des SoftwareDistribution-Ordners und startet den Dienst neu.
Neue Features seit 2024
Microsoft hat das Update-System weiter verbessert. Updates laden jetzt intelligenter im Hintergrund, ohne die Internetverbindung zu blockieren. Die neuen „Checkpoint-Updates“ ermöglichen schnellere Installation großer Updates durch clevere Vorab-Vorbereitung.
Zudem gibt es erweiterte Rollback-Funktionen: Wenn ein Update Probleme verursacht, erkennt Windows das automatisch und bietet eine Rückkehr zum vorherigen Zustand an.
Extra-Tipp: Über den Link „Erweiterte Einstellungen“ legt ihr fest, wann Windows automatisch nach Updates sucht und diese herunterlädt. Nutzt die Option „Updatepause“ vor wichtigen Terminen, um ungeplante Neustarts zu vermeiden.
Regelmäßige Update-Checks sind also nicht nur für die Sicherheit wichtig, sondern helfen euch auch, die Kontrolle über euer System zu behalten und neue Features zeitnah zu nutzen.
Zuletzt aktualisiert am 16.04.2026

