Google Cloud Print wurde am 1. Januar 2021 eingestellt – ein Dienst, der vielen Nutzern das Drucken von überall ermöglichte. Doch keine Panik: Es gibt mehrere moderne Alternativen, die euch das mobile Drucken heute sogar noch komfortabler machen.
Die wichtigsten Cloud Print-Alternativen im Überblick:
Google Drive und moderne Drucker-Apps
Die meisten aktuellen Drucker von HP, Canon, Epson und Brother haben eigene Cloud-Dienste entwickelt. HP Smart, Canon PRINT oder Epson Connect ermöglichen das Drucken direkt aus der Cloud. Ihr ladet eure Dokumente in Google Drive hoch und druckt sie über die jeweilige Drucker-App aus – funktioniert vom Smartphone, Tablet oder Chromebook.
Chrome OS: Integriertes Drucken
Chromebooks haben seit 2021 deutlich verbesserte Druckfunktionen. Die meisten modernen Drucker werden automatisch erkannt, wenn sie im gleichen WLAN-Netz stehen. Für ältere Modelle gibt es IPP-Unterstützung (Internet Printing Protocol), die in den Chrome-Einstellungen konfiguriert wird.
Android: Systemintegrierte Drucklösungen
Android nutzt seit Version 11 einen verbesserten Print Service, der mit den meisten WLAN-Druckern kompatibel ist. In den Einstellungen unter „Verbundene Geräte > Drucken“ könnt ihr verschiedene Druckdienste aktivieren. Mopria Print Service ist dabei der universelle Standard, der mit über 3.000 Druckermodellen funktioniert.
Drucker-Freigabe über moderne Lösungen
Was früher Google Cloud Print war, löst ihr heute so: Verbindet euren Drucker mit dem WLAN und aktiviert die Drucker-Freigabe in den Router-Einstellungen. Alternativ nutzt ihr die Hersteller-Apps, die oft eine Familienfreigabe anbieten.
Für HP-Drucker beispielsweise funktioniert das über HP Smart Connect: Familienadministrator lädt andere Nutzer ein, diese erhalten eine E-Mail-Einladung und können nach der Bestätigung von überall auf den Drucker zugreifen.
Google Workspace: Professional Printing
Unternehmen und Schulen können über Google Admin Console zentral Drucker verwalten. Administratoren fügen Drucker über IPP hinzu und weisen sie Nutzergruppen zu. Das funktioniert ähnlich wie die alte Cloud Print-Freigabe, nur stabiler und sicherer.
Praktische Tipps für den Umstieg:
- Drucker-Kompatibilität prüfen: Schaut auf der Herstellerwebsite, ob euer Drucker AirPrint, Mopria oder einen eigenen Cloud-Service unterstützt.
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WLAN-Direct nutzen: Viele moderne Drucker erstellen ein eigenes WLAN-Netz, mit dem ihr euch direkt verbinden könnt – praktisch für Gäste oder temporäre Verbindungen.
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Print-Apps installieren: Ladet die offizielle App eures Druckerherstellers herunter. Diese bieten oft mehr Funktionen als die Standard-Druckdienste.
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Microsoft Print to PDF: Als Zwischenlösung könnt ihr Dokumente als PDF speichern und später an einem anderen Gerät ausdrucken.
Sicherheit beim Cloud-Drucken
Moderne Drucker-Lösungen sind sicherer als Google Cloud Print. Sie nutzen WPA3-Verschlüsselung und Authentifizierung über OAuth 2.0. Trotzdem solltet ihr regelmäßig die Firmware eures Druckers aktualisieren und unbekannte Geräte aus der Freigabeliste entfernen.
Chromebook-Nutzer aufgepasst:
Seit Chrome OS 96 ist das Drucken deutlich einfacher geworden. Die meisten USB- und Netzwerkdrucker werden automatisch erkannt. Bei Problemen hilft oft ein Blick in die Chrome-Flags (chrome://flags) und die Aktivierung von „Enable new printing architecture“.
Der Wegfall von Google Cloud Print war anfangs schmerzhaft, aber die heutigen Lösungen sind vielfältiger und oft stabiler. Mit den Hersteller-Apps und modernen Standards wie IPP und Mopria druckt ihr heute flexibler denn je – und das ohne Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter.
Zuletzt aktualisiert am 14.04.2026

