Wie ist es eigentlich um den Standort Deutschland bestellt? Eine aktuelle Studie zeigt: Es wird immer mehr in Startups investiert. Spitzenreiter ist Berlin, hier gibt es die meisten Startups – damit ist Deutschland führend in Europa. Großbritannien eingeschlossen.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) bescheinigte in ihrer jüngsten Startup-Studie der deutschen Startup-Szene einen Spitzenplatz im europäischen Raum mit vielversprechenden Investitionszahlen. Demnach verdoppelte sich die Investitionssumme in Deutschland von etwa 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf 3,1 Milliarden im vergangenen Jahr.

Allein mit 2,1 Milliarden Euro an frischem Kapital hat sich Berlin zum Spitzenreiter gemausert. Selbst die britische und französische Konkurrenz wurde abgehängt. Mit 205 Investitionen allein im vergangenen Jahr hat sich die Investitionssumme des Vorjahres (111) nahezu verdoppelt.

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Deutschland wartet im europäischen Vergleich mit einem besonders reichen Ideenschatz und lebendigem Portfolio an Thinktank-Strategien auf, das die ausländische Konkurrenz nahezu vor Neid erblassen lässt.

Von Haus aus Volkswirt

Mit Thomas Wos hat die deutsche Szene einen mittlerweile international renommierten Vorzeige-Marketingstrategen. Wos gilt sozusagen als Aushängeschild einer jungen Unternehmer-Mentalität. Der studierte Volkswirt hat eine Mischung aus fundierter Expertise und explorativem Unternehmergeist zu bieten..

Sein neuestes Projekt „Unlimited Emails“ konnte er einer Investorengruppe schmackhaft machen – und das bei einer Investitionssumme von 20 Millionen Euro, die optional um weitere zehn Millionen aufgestockt werden soll. Für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich hohe Beträge (für amerikanische Verhältnisse natürlich nicht). Das motiviert andere Startup-Gründer, weil es zeigt: Mit der richtigen Idee kann es durchaus klappen.

Wos Sachverstand beruht auf breitem volkswirtschaftlichem Fundament, kombiniert mit einer reichen Palette an unternehmerischen Facetten, die der soliden Basis einen schillernd bunten Marketing-Anstrich verpassen. Er ist Buchautor, Schulungsleiter, Firmenberater und Firmeninhaber zugleich. n-tv bezeichnet ihn als einen der erfahrensten Werbeexperten im deutschsprachigen Raum.

Ein US-amerikanischer Investor verspricht sich eine mittelfristige Bewertung von 100 Millionen Euro seines Start-Ups, und liegt mit der Prognose wohl nicht ganz falsch.

Unlimited Emails

Mit seiner Mailing-Lösung ist Wos einer der ersten Unternehmer im deutschsprachigen Raum, der sich in seiner Branche über eine derartig hohe Summe freuen darf, wie einstieg.com bemerkt. Als Online-Marketing-Berater und Retter von drei angeschlagenen Unternehmen bringt Wos einiges mit, was einen erfahrenen Marketingexperten ausmacht.

Sein Know-how gibt er im Rahmen von Schulungen und Fortbildungen im deutschsprachigen Raum bereits seit Jahren weiter, ein Konzentrat seiner Expertise ist bereits in zwei Publikationen käuflich zu erwerben.

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Jetzt geht er weltweit mit seinem neuen Start-Up ins Rennen, dessen Herzstück – eine Software zum benutzerfreundlichen Launchen von Email-Kampagnen – eine intelligente Mailing-Lösung für Unternehmen und Marketer verspricht.

Die Idee: Kunden sollen dank ausgeklügelter Technik digital ganz gezielt mit den eigenen Angeboten erreicht werden. Zudem sollen drastische Einsparpotentiale erzielt werden, die es selbst kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglichen sollen, die neue Marketing-Form für sich umfassend auszuschöpfen.

Die Modularität des Angebots soll ein individuelles Anpassen an die jeweiligen unternehmerischen Bedürfnisse wesentlich erleichtern. Dabei ist an eine 100-prozentige Auslegung für mobile Endgeräte gedacht.

Hinter allen Bemühungen steht das Ziel, künftig Werbung zielgerichteter über E-Mail-Verkehr an den Kunden schalten zu können, wie sz-online.de das Startup-Konzept zusammenfasst.

Unlimited Emails will

  1. E-Mail-Kampagnen optimieren
  2. eine höhere Zustellrate erreichen
  3. helfen, Zeit und Geld bei der Erstellung von Newsletter-Templates einzusparen
  4. eine möglichst große Zahl an Menschen erreichen.

Plausibilität und eine kinderleichte Anwendbarkeit von Email-Marketing-Maßnahmen – technisch gewährleistet durch leistungsstarke Mailserver – sind die beiden Eckpfeiler, auf denen Wos´ Konzept beruht, und die letztlich das US-amerikanische Central Finance Institute dazu veranlasst haben, mit der ansehnlichen Finanzspritze einzusteigen. Der Investor sieht sein Kapital offenkundig in vertrauenswürdigen Händen und verspricht sich hohe Renditen.

Flankiert vom Bund

Bereitet wird der Boden für ein günstiges Startup-Klima unter Gründern, Jung-Unternehmern und Arrivierten wie Thomas Wos gerade auch durch flankierende Maßnahmen des Bundes.

So stellte unlängst Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eine Milliarde Euro an Fördermitteln für Startups in Aussicht. Finanzminister Wolfgang Schäuble toppte eine mögliche Förderung um eine Unterstützung in Form eines neuen Milliarden-Fonds, der bei der staatlichen KfW-Bank angesiedelt sein soll und mutmaßlich zehn Milliarden Euro umfasst.

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Das Projekt unter dem vielversprechenden Arbeitstitel „Tech Growth Fund“ ist mit einem zweiten Fördertopf in gleicher Höhe verknüpft, der für jeden ausgezahlten Förderbetrag einen zinsverbilligten Kredit um die gleiche Summe vorsieht. Der Kredit soll helfen, das Wagnispotential zu minimieren, um Start-up-Unternehmen möglichst viele Unternehmensanteile zu belassen und Anreize für einen attraktiveren Standort Deutschland zu schaffen.

Medienberichten zufolge will der Bund außerdem bei anfänglichen Verlusten helfend eingreifen und für negative Saldi gerade stehen.

Gründerstandort Berlin

Um sich für die heimische Startup-Szene stark zu machen und Werbung in eigener Sache zu betreiben, fuhren FDP-Mitglieder mit einem Werbelaster durch London, mit der Aufschrift „Liebe Start-ups, bleibt ruhig und zieht um nach Berlin“. Dabei befinden sich die FDP-Delegierten in guter Gesellschaft mit anderen Unternehmensstandorten EU-europaweit, die alle ein Stück vom vermeintlichen Kuchen britischen Unternehmer-Kapitals haben wollen.

Jüngste drastische Steuersenkungen für Unternehmen von 20 Prozent auf unter 15 Prozent zeigen, wie ernsthaft die neue britische Regierung den eigenen Unternehmensstandort in Gefahr sieht. Ein drohender Ausverkauf käme einem Top-Standort wie Berlin gerade Recht, der im Brexit eine einmalige Chance für eine Aufwertung des heimischen Wirtschaftsstandortes sieht – wenn es nur gelänge, britische Finanztechnologie-Start-ups zu einem Umzug in die Bundeshauptstadt zu bewegen.

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Die Brautschau um Londoner Startups jedenfalls hat längst begonnen: Berlin wirbt mit einer besonders spannenden Umgebung für Firmengründer. Zehn Anfragen von britischen Interessenten habe es laut Stefan Franzke, Geschäftsführer der Berlin Partner GmbH, seit dem Referendum in Großbritannien schon gegeben, acht davon aus der Finanztechnologiebranche.

Wie die Frankfurter Allgemeine ausweist, sollen derzeit rund 6000 deutsche Startups in einem lebendigen Umfeld helfen, den Standort Deutschland zu sichern. Gründungen, Übernahmen und Finanzierungsrunden überschlagen sich. So ist die German Startups Group Berlin GmbH & Co. KGaA, nach Rocket Internet zweitgrößter Risikokapitalgeber Deutschlands, ganz auf Expansion getrimmt und hat erstmalig im laufenden Geschäftsjahr schwarze Zahlen geschrieben.

Mit Minderheitsbeteiligungen an derzeit 42 Jungunternehmen und einem mehr als verdoppelten Nettogewinn von 3,8 Millionen Euro im Jahr 2015 gegenüber 2014 (1,4 Millionen Euro) sieht sich der Kapitalgeber in seinem Vertrauen in Startups bestätigt, die mit neuartigen Produkten relativ rasch in die Gewinnzone gefahren sind.

 

Bilder:

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