Für 2017 habe ich mir fest vorgenommen, seltener das Smartphone zu benutzen – und auch nicht mehr so oft online zu gehen. Es müssen ja wirklich nicht alle Daten in der Cloud landen.

Aber ich ahne bereits: Einfach wird das wohl nicht. Wer digital abspecken will, muss aktiv werden. Ich muss mich wohl von lieb gewonnenen Gewohnheiten verabschieden – und die Technik muss ich davon überzeugen, mitzumachen.

Muss alles verraten werden?

Da wäre zum Beispiel meine top-moderne Körperwaage im Badezimmer. Wenn ich mich drauf stelle, zeigt sie nicht nur Gewicht und Körperfettanteil an, sondern schickt die Daten auch per WLAN an ein Onlinekonto, in dem meine Fitnessdaten gespeichert werden.

Super praktisch, wenn ich den Trend im Blick behalten möchte – keine Frage. Das Handbuch zur Waage habe ich allerdings schon lange verlegt. Wie lässt sich das wieder abschalten, dass die Waage per WLAN die Daten verrät? Ich weiß es nicht – und muss es erst mal rausfinden.

Mehr oder weniger Cloud?

Oder mein Smartphone. Es überträgt ganz selbstverständlich neu gemachte Fotos in die Cloud. Einmal zur iCloud von Apple, das ist schon von Haus aus so eingestellt – und auch praktisch, damit ich auch auf anderen Geräten auf die Fotos zugreifen kann.

Aber die Fotos werden auch zu Google Fotos, flickr und Dropbox geschickt. So können keine Fotos verloren gehen – aber ist auch ein Cloud-Overkill. Muss ja wirklich nicht sein – Schluss damit.

FDH: Facebooke die Hälfe

Auch Facebook will ich untreu werden. Facebook macht doch sowieso nur Ärger: Mark Zuckerberg spioniert uns aus, traktiert uns mit Werbung und will uns vom Rest der Welt fernhalten. Facebook verrät allen, wenn ich Geburtstag habe. Hier werden Fakenews verteilt, dass es kracht – und Hasskommentare kriegt Mark Zuckerbergs Team auch nicht in den Griff. Nein, das macht einfach keinen Spaß, da bei Facebook.

Doch ganz raus? Allen Adieu sagen, mit denen man über die letzten Jahre mühsam eine Verbindung aufgebaut hat? Irgendwie auch nicht leicht. Das überlege ich mir wohl noch… Für den Anfang versuche ich erst mal FDH –  Facebooke die Häfte.

Dropbox  muss sein

Worauf ich allerdings ganz bestimmt nicht verzichten möchte, ist meine Dropbox – meine Online-Festplatte in der Cloud. Hier sind alle wichtigen Dokumente gespeichert. Egal, an welchem Rechner ich sitze, welches Mobilgerät ich verwende: Ich kann auf meine Daten zugreifen. Das ist cool und ein echter Pluspunkt. Dabei bleibe ich.

Weniger Smartphone

Entschlossen bin ich, mein Smartphone seltener in die Hand zu nehmen. Deshalb lösche ich alle Apps, die ich nicht wirklich brauche. Und die ich nicht vermissen werde. Games, Spielereien, fragwürdige Empfehlungen von Freunden – alles runter vom Gerät. Weg damit.

Eine Entschlackungskur, die jeder machen kann und machen sollte. Jede einzelne App, die man nicht braucht, kostet Speicherplatz, belastet den Akku und versorgt möglicherweise dubiose Anbieter mit Daten. Das muss echt nicht sein.

Und weil ich mich so gerne ablenken lasse von Videos, Social Networks und anderen Sachen im Netz, habe ich mir eine kostenlose App auf meinem Rechner installiert: Take a five. Die schmeißt mich nach fünf Minuten wieder aus dem Netz. Einfach so. Ohne Vorwarnung. Vielleicht hilft mir das beim digitalen Abspecken. Ein Versuch ist es wert.

Oder stell ich doch erst mal 15 Minuten ein?