Ihr wollt am Mac mit Word eine Datei drucken oder als PDF speichern, aber der weiße Rand stört? Besonders bei Grafiken, Fotos oder anderen Inhalten, die bis zum Seitenrand reichen sollen, ist randloser Druck die bessere Lösung. Hier zeigen wir euch, wie das funktioniert.
Das Problem: Standardränder begrenzen das Design
Word verwendet standardmäßig Seitenränder, die verhindern, dass Inhalte bis zum absoluten Papierrand reichen. Das ist für normale Textdokumente sinnvoll, wird aber zum Problem, wenn ihr:
• Flyer oder Broschüren gestaltet
• Hintergrundbilder verwenden möchtet
• Grafische Elemente bis zum Rand haben wollt
• Professionelle Druckergebnisse benötigt
Die Lösung: Eigenes Seitenformat erstellen
Die Seiteneinstellungen am Mac lassen sich zwar anpassen, werden aber nur temporär gespeichert. Für dauerhaft randlose Dokumente braucht ihr ein eigenes Seitenformat.
So geht’s Schritt für Schritt:
- Öffnet das gewünschte Word-Dokument
- Klickt auf Datei → Seite einrichten…
- Wählt bei „Papierformat“ den Eintrag Eigene aus
- Klickt auf das +-Symbol für ein neues Format
- Gebt als Maße 210 × 297 mm für DIN A4 ein
- Setzt alle Ränder (oben, unten, links, rechts) auf 0 mm
- Speichert das Format unter einem Namen wie „A4-randlos“
Wichtig: Inhalte müssen nicht bis zum Rand
Das Null-Rand-Format bedeutet nicht, dass euer gesamter Text bis zum Papierrand reichen muss. Die tatsächlichen Inhalts-Ränder könnt ihr weiterhin über das Word-Menü Layout → Seitenränder festlegen. Das eigene Format verhindert nur, dass Elemente am Rand abgeschnitten werden.
Moderne Alternativen und Zusatztipps
Seit 2024 unterstützt Word für Mac auch erweiterte Druckvorlagen. In den neuesten Versionen (Word 365) findet ihr unter Layout → Seitenränder auch die Option „Randlos“ – diese nutzt automatisch die Drucker-Maximalfläche.
Für professionelle Druckergebnisse beachtet außerdem:
• Anschnitt einplanen: Professionelle Druckereien benötigen meist 3mm Anschnitt über den Seitenrand hinaus
• Druckerfähigkeiten prüfen: Nicht alle Drucker können wirklich randlos drucken
• PDF-Export: Beim Speichern als PDF die Qualität auf „Optimiert für Druck“ stellen
• Farbprofile: Für Farbdrucke RGB in CMYK umwandeln
Troubleshooting häufiger Probleme
Falls der randlose Druck nicht funktioniert:
• Überprüft die Druckertreiber-Einstellungen
• Wählt in den Druckoptionen „Randlos“ oder „Borderless“
• Bei älteren Druckern: Papierformat auf „Randlos A4“ umstellen
• Testet zunächst mit einem einfarbigen Hintergrund
Für andere Papierformate
Das Prinzip funktioniert auch für andere Formate:
• A3: 297 × 420 mm
• A5: 148 × 210 mm
• Letter (US): 216 × 279 mm
• Visitenkarten: 85 × 55 mm
Erstellt einfach entsprechende eigene Formate und speichert sie mit aussagekräftigen Namen.
Word-Alternativen für anspruchsvolle Layouts
Für komplexere Designaufgaben sind spezialisierte Programme oft besser geeignet:
• Pages (kostenlos mit Mac): Bessere Layoutfunktionen
• Adobe InDesign: Professioneller Standard
• Affinity Publisher: Günstige Alternative
• Canva: Webbasiert, einfach zu bedienen
Diese Programme handhaben randlose Layouts von Haus aus besser und bieten mehr Gestaltungsmöglichkeiten.
Fazit: Randlos drucken leicht gemacht
Mit dem eigenen Seitenformat „A4-randlos“ löst ihr das Problem dauerhaft. Das Format steht dann in allen Word-Dokumenten zur Verfügung und ihr müsst die Einstellung nicht jedes Mal neu vornehmen. Für gelegentliche randlose Drucke reicht diese Lösung völlig aus – für regelmäßige Designarbeiten lohnt sich der Umstieg auf spezialisierte Layout-Programme.
Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026

