Die Touch Bar war eine der umstrittensten Apple-Innovationen der letzten Jahre. Von 2016 bis 2021 ausgestattet in MacBook Pro-Modellen, bot der schmale OLED-Touchscreen oberhalb der Tastatur kontextuelle Bedienelemente. Obwohl Apple die Touch Bar bei den neueren MacBook Pro-Generationen ab 2021 wieder entfernt hat, nutzen noch immer viele Anwender ältere MacBook Pro-Modelle mit dieser Technologie. Für diese Nutzer lohnt sich ein Blick auf die Anpassungsmöglichkeiten.
Die Touch Bar passte sich automatisch an die jeweils genutzte Anwendung an und zeigte relevante Funktionen. Im Finder erschienen andere Buttons als in Final Cut Pro oder Photoshop. Doch die System-Buttons, die dauerhaft verfügbar bleiben sollten, ließen sich individuell konfigurieren. Das machte die Touch Bar deutlich praktischer, als viele Kritiker zugaben.
Zur Anpassung der Touch Bar-Einstellungen klickt ihr oben links auf das Apple-Symbol und wählt „Systemeinstellungen“ (bzw. „Systemeinstellungen“ bei macOS Ventura und neuer). In älteren macOS-Versionen findet ihr die Touch Bar-Optionen unter „Tastatur“, in neueren Versionen unter „Tastatur“ im Bereich „Touch Bar“.
Dort stehen euch verschiedene Anzeigemodi zur Verfügung: Ihr könnt zwischen programm-spezifischen Buttons mit einem verkleinerten Control Strip wählen, einen erweiterten Control Strip ausschließlich mit System-Funktionen aktivieren oder alle System-Funktionen ausblenden, um maximalen Platz für anwendungsspezifische Buttons zu schaffen.
Besonders praktisch ist die Option „Control Strip anpassen“. Nach einem Klick darauf öffnet sich eine Übersicht aller verfügbaren System-Buttons. Per Drag & Drop lassen sich die gewünschten Funktionen in die Touch Bar ziehen oder wieder entfernen. Zur Auswahl stehen unter anderem Helligkeit, Lautstärke, Mission Control, Launchpad, Screenshot-Tools und Siri.
Power-User schätzten besonders die Möglichkeit, häufig genutzte Funktionen wie „Nicht stören“ oder die Display-Helligkeit direkt über die Touch Bar zu steuern. Auch der Zugriff auf Emojis über die Touch Bar war deutlich intuitiver als über Tastenkombinationen.
Tipp: Wer hier auf Control Strip anpassen klickt, kann anschließend genau festlegen, welche Buttons im Einzelnen vom System auf der Touch Bar eingeblendet werden sollen. So kann jeder Nutzer die Touch Bar individuell an die eigenen Bedürfnisse und die eigene Nutzung anpassen.
Für Entwickler und Kreative bot die Touch Bar durchaus praktische Vorteile. In Xcode ließen sich häufig genutzte Funktionen schneller erreichen, in Adobe-Anwendungen konnten Werkzeuge und Einstellungen kontextuell angezeigt werden. Musikproduzenten schätzten die Touch Bar in Logic Pro für Transport-Controls und Mixer-Funktionen.
Dennoch war die Touch Bar nie unumstritten. Viele Nutzer vermissten die physischen Funktionstasten und kritisierten das fehlende haptische Feedback. Die Reinigung des OLED-Displays war aufwendiger als bei normalen Tasten, und die Touch Bar verbrauchte zusätzlich Akku.
Apple zog die Reißleine und kehrte 2021 mit den M1 Pro und M1 Max MacBook Pro-Modellen zu physischen Funktionstasten zurück. Die Touch Bar verschwand sang- und klanglos aus dem Sortiment. Heute gilt sie als interessantes, aber letztendlich gescheitertes Experiment in der Mac-Historie.
Wer heute noch ein MacBook Pro mit Touch Bar nutzt, sollte die Anpassungsmöglichkeiten voll ausschöpfen. Mit der richtigen Konfiguration lässt sich die Produktivität durchaus steigern. Allerdings solltet ihr beim nächsten MacBook-Kauf nicht mehr mit dieser Technologie rechnen – Apple hat deutlich gemacht, dass die Zukunft den klassischen Funktionstasten gehört.
Für Sammler und Technik-Enthusiasten bleiben Touch Bar-MacBooks dennoch interessant. Sie dokumentieren eine experimentierfreudige Phase in Apples Produktentwicklung und zeigen, dass auch der Konzern aus Cupertino nicht vor Fehlentscheidungen gefeit ist. Die Touch Bar wird in die Technikgeschichte eingehen – als ambitionierte Innovation, die ihrer Zeit möglicherweise zu weit voraus war.
Zuletzt aktualisiert am 31.03.2026

