Die Zeiten von iTunes sind längst vorbei – Apple hat 2019 mit macOS Catalina das Ende der Ära eingeläutet. An die Stelle des monolithischen iTunes sind drei spezialisierte Apps getreten: Musik (Music), TV und Podcasts. Für alle, die ihre Musiksammlung organisieren wollen, ist die Musik-App der neue Standard.
Wer eine umfangreiche Musikbibliothek besitzt, kennt das Problem: Bei hunderten oder tausenden von Songs verliert man schnell den Überblick. Besonders die Suche nach bestimmten Alben kann zur Geduldsprobe werden, wenn sie nur alphabetisch sortiert sind. Deutlich praktischer ist es, wenn alle Alben eines Künstlers beisammen stehen.
Standardmäßig sortiert die Musik-App Alben alphabetisch nach ihrem Namen. Das mag logisch erscheinen, ist aber in der Praxis oft unpraktisch. Wenn ihr zum Beispiel alle Beatles-Alben auf einen Blick sehen möchtet, müsst ihr euch durch die gesamte Sammlung klicken – von „Abbey Road“ über „Help!“ bis „Yellow Submarine“.
So sortiert ihr Alben nach Künstlern in der Musik-App:
- Die Musik-App auf dem Mac öffnen.
- In der Seitenleiste auf Alben klicken, um zur Album-Ansicht zu wechseln.
- Oben rechts das Sortier-Symbol (drei Linien mit Punkten) anklicken oder über das Menü Darstellung > Sortieren nach > Künstler wählen.
Sofort ordnet sich die Ansicht neu: Alle Alben werden jetzt nach Interpreten gruppiert. Das bedeutet, alle Beatles-Alben stehen beisammen, gefolgt von allen Bob-Dylan-Aufnahmen und so weiter. Bei Künstlern mit vielen Alben bekommt ihr so einen viel besseren Überblick.
Weitere nützliche Sortier-Optionen
Die Musik-App bietet noch weitere Sortierkriterien, die je nach Musiksammlung sinnvoll sein können:
- Nach Erscheinungsjahr: Perfekt für Entdeckungsreisen durch Musikepochen
- Nach Zuletzt hinzugefügt: Zeigt eure neuesten Erwerbungen zuerst
- Nach Zuletzt gespielt: Bringt häufig gehörte Alben nach oben
- Nach Genre: Ordnet die Sammlung nach Musikstilen
Streaming vs. lokale Sammlung
Viele nutzen heute primär Streaming-Dienste wie Apple Music, Spotify oder Amazon Music. Trotzdem haben lokale Musiksammlungen ihre Berechtigung – sei es für seltene Aufnahmen, eigene Aufnahmen oder Musik in besserer Qualität. Die Musik-App kombiniert beide Welten elegant: Lokale Dateien und Apple-Music-Inhalte lassen sich gemeinsam verwalten.
Wer Apple Music abonniert hat, kann sogar eigene MP3s in die Cloud hochladen und auf allen Geräten verfügbar machen. Das funktiert über die iCloud-Musikmediathek, die heute „Mediathek synchronisieren“ heißt.
Windows-Nutzer: Musik-App oder iTunes?
Windows-Nutzer haben 2026 mehrere Optionen: Die klassische iTunes-Version gibt es noch, sie wird aber nur noch sporadisch aktualisiert. Moderne Alternative ist die Musik-App aus dem Microsoft Store, die ähnliche Funktionen bietet. Für die reine Verwaltung lokaler MP3-Sammlungen reichen auch Tools wie MusicBee oder foobar2000.
Praktische Tipps für die Musikverwaltung
Damit die Sortierung nach Künstlern optimal funktioniert, solltet ihr auf saubere Metadaten achten. Häufige Probleme:
- Verschiedene Schreibweisen des gleichen Künstlers („Beatles“ vs „The Beatles“)
- Gastauftritte, die als separate Künstler geführt werden
- Fehlende oder falsche Album-Informationen
Die Musik-App kann viele Metadaten automatisch ergänzen, wenn ihr in den Einstellungen die entsprechende Option aktiviert.
Mobile Geräte: Sortierung synchronisieren
Praktisch: Eure Sortier-Einstellungen synchronisieren sich über iCloud auf alle Apple-Geräte. Ordnet ihr die Sammlung am Mac neu, erscheint die gleiche Struktur auch auf iPhone und iPad.
Die Künstler-Sortierung ist besonders auf kleineren Bildschirmen hilfreich, da man nicht durch endlose alphabetische Listen scrollen muss, sondern direkt zum gewünschten Interpreten navigieren kann.
Zuletzt aktualisiert am 10.03.2026

