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BGH sagt: #AdBlocker sind zulässig

19.04.2018 | Von Jörg Schieb

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Das Urteil war mit Spannung erwartet worden. Das bedeutet: Der so umstrittene wie populäre Werbefilter darf auch weiter eingesetzt werden. Nutzer hatten sowieso nichts zu befürchten, doch der Hersteller des AdBlockers hätte möglicherweise sein Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen müssen.

Ich kann User verstehen, die zu Werbefiltern greifen. Manche Webseiten quellen über vor Werbung. Und es ist oft nicht nur die schiere Masse, sondern auch die Art der Werbung: Unterste Schublade, laut, blinkend, poppend, overlayend. Kurz: Aufdringlich. So was möchte natürlich niemand gerne sehen.

Doch AdBlocker wie AdBlock Plus blockieren nahezu alle Werbung. Auch (hoffentlich) diskrete wie auf meiner Seite. Ich bezahle davon die Mitarbeiter, Autoren, Redakteure, die Technik, den Traffic. Und selbst dafür reicht es kaum. Werbung ist also für die meisten Anbieter im Netz die einzige Möglichkeit, ihre Arbeit und ihren Aufwand zu refinanzieren. Wenn dann eine große Zahl von Usern AdBlocker nutzt, macht sich das bemerkbar. Die Umätze brechen ein.

Webseitenbetreiber können AdBlock-User aussperren

Deshalb hat der Axel Springer Verlag gegen die Firma geklagt, die den AdBlocker herausbringt. Doch der BGH hat jetzt geurteilt: Das Unterdrücken unerwünschter Werbung ist nicht wettbewerbswidrig. Verlage oder Blogbereiber haben keinen Anspruch auf Unterlassung. Sie müssen damit leben, dass es Werbefilter gibt – und ihre Einnahmen schmilzen.

Der BGH hat ein überzeugendes Argument: Wer nicht möchte, dass User mit Werbefilter ihre Inhalte lesen und nutzen, kann sie aussperren. Stimmt, kann man machen. Trotzdem bleibt es allerdings so, dass die Werbeeinnahmen dadurch geringer werden.

ar130405 / Pixabay

 

Webseitenbetreiber können AdBlock-User aussperren

Hinter AdBlock Plus steckt das Unternehmen Eyeo. Der Werbeblocker AdBlock Plus unterdrückt alle Anzeigen und Anzeigenformate, die in einer sogenannten Blacklist stehen. Besonders perfide ist, dass sich Eyeo bezahlen lässt: Wer eine Gebühr an das Untermehmen zahlt, kann seine Werbung (unter bestimmten Umständen) auf eine Whitelist setzen. Die Werbung wird dann vom Filter nicht mehr blockiert. Aus diesen Einnahmen finanziert sich der Werbeblocker.

Wie man es auch dreht und wendet: Das ist ein herber Rückschlag für alle, die mit Werbung ihre Inhalte im Netz refinanzieren. Die User werden sich darauf einstellen müssen, künftig öfter für Inhallte zu bezahlen — dann werbefrei. Im Ausland machen von dieser Möglichkeit deutlich mehr Menschen Gebrauch als in Deutschland.

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