Google-Bildsuche ohne Pinterest-Spam

von | 08.05.2018 | Internet

Pinterest ist zu einem echten Problem in der Google-Bildsuche geworden. Die Plattform überschwemmt die Suchergebnisse mit Bildern, die zwar verlockend aussehen, aber selten zu den gewünschten Inhalten führen. Ein Klick auf ein Pinterest-Resultat landet euch meist auf einer Pinterest-Seite voller ähnlicher Bilder, aber nicht bei der ursprünglichen Quelle. Das ist frustrierend und verschwendet Zeit.

Das grundlegende Problem liegt im Pinterest-Geschäftsmodell: Die Plattform aggregiert Millionen von Bildern aus dem gesamten Web, optimiert diese für Suchmaschinen und kassiert dann die Klicks. Für Nutzer, die nach spezifischen Bildern oder deren Ursprungsquellen suchen, ist das ein Hindernis.

Browser-Erweiterungen: Der einfachste Weg

Chrome-Nutzer haben mehrere effektive Optionen. Die bewährte Erweiterung „uBlacklist“ hat sich als zuverlässiger Nachfolger etabliert, nachdem viele spezialisierte Pinterest-Blocker nicht mehr aktiv entwickelt werden. Die Erweiterung blockt nicht nur Pinterest, sondern lässt sich für jede beliebige Domain konfigurieren.

Für Firefox-Nutzer gibt es „Search Result Previews“ mit integrierten Blocking-Funktionen. Edge-Nutzer können auf „Search Deflector“ zurückgreifen, das ähnliche Funktionen bietet.

Die Installation ist simpel: Erweiterung aus dem jeweiligen Store laden, Pinterest (pinterest.com, pinterest.de, pin.it) zu den blockierten Domains hinzufügen und fertig. Die Erweiterungen arbeiten im Hintergrund und filtern Pinterest-Ergebnisse automatisch aus allen Google-Suchen.

Manuelle Filterung: Für alle Browser

Wer keine Erweiterungen installieren möchte, kann Pinterest manuell ausblenden. Der klassische Weg funktioniert weiterhin zuverlässig: In der Google-Bildsuche nach dem gewünschten Begriff suchen und „-site:pinterest.com -site:pinterest.de -site:pin.it“ anhängen.

Beispiel: „Küchendesign -site:pinterest.com -site:pinterest.de -site:pin.it“

Bild-Quelle: Basiert auf Pinterest

Dieser Ansatz funktioniert auf allen Geräten und in allen Browsern. Allerdings müsst ihr die Filterparameter bei jeder Suche neu eingeben.

Google Search Operators nutzen

Für Power-User bieten sich erweiterte Suchoperatoren an. Mit „site:“ könnt ihr gezielt bestimmte Websites durchsuchen oder mit dem Minus-Operator ausschließen. Kombiniert mehrere Filter für bessere Ergebnisse:

  • „-site:pinterest.*“ blockt alle Pinterest-Domains
  • „filetype:jpg“ beschränkt auf bestimmte Dateiformate
  • „imagesize:large“ filtert nach Bildgrößen

Mobile Alternativen

Auf Smartphones ist das manuelle Filtern umständlich. Hier helfen alternative Suchmaschinen wie DuckDuckGo oder Bing, die Pinterest weniger prominent anzeigen. Die DuckDuckGo-App lässt sich als Standard-Suchmaschine einrichten und liefert oft relevantere Bildergebnisse.

Eine weitere Option ist die direkte Suche auf spezialisierten Plattformen: Unsplash für hochwertige Fotos, Wikimedia Commons für freie Inhalte oder Flickr für authentische Nutzerbilder.

Warum Pinterest die Bildsuche verschlechtert

Pinterest nutzt aggressive SEO-Techniken, um in Suchmaschinen zu ranken. Die Plattform kopiert Metadaten, optimiert Bildtitel und erstellt unzählige thematische Boards. Das Resultat: Pinterest-Links dominieren oft die ersten Suchergebnisseiten, obwohl sie selten die gesuchten Originalinhalte liefern.

Dazu kommt das Problem der Bildrechte. Viele Pinterest-Bilder werden ohne Genehmigung geteilt, was zu rechtlichen Problemen führen kann, wenn ihr sie weiterverwendet.

Langfristige Lösung: Suchgewohnheiten anpassen

Die effektivste Methode ist eine Kombination aus technischen Tools und angepassten Suchstrategien. Nutzt Browser-Erweiterungen für den Desktop und präzisere Suchbegriffe auf mobilen Geräten. Ergänzt eure Suchen um spezifische Websites oder Dateiformate.

Google arbeitet kontinuierlich an besseren Filteroptionen, aber bis dahin bleibt das manuelle Ausschließen von Pinterest der zuverlässigste Weg zu relevanten Bildsuchergebnissen.

Zuletzt aktualisiert am 09.03.2026