Wer seinen Urlaub plant, will wissen, ob auf der Fahrt Baustellen oder unpassierbare Straßen zu erwarten sind. Das gilt auch für Fernpässe in den Alpen, die zu manchen Zeiten unpassierbar werden. Google Maps hilft bei solchen Planungen schon im Voraus – und das Feature ist mittlerweile deutlich ausgereifter geworden.
Doch der Kartendienst von Google zieht anfangs nur den aktuellen Stand der befahrbaren Straßen im Betracht – nicht jedoch, ob später einige Straßen noch oder schon wieder gesperrt sind. Um dies zu ändern, geht ihr wie folgt vor:
- Plannt in Google Maps zunächst wie gewohnt mit Start und Ziel eure Route.
- Jetzt oben links beim Start- und Zielort auf Jetzt starten, Abfahrt ab klicken.
- Nun seht ihr ein Feld für das Datum. Hier wählt ihr einen Sommer- oder Wintertermin aus, der zur Urlaubsplanung passt. Genau stimmen muss das Datum nicht, wichtig ist hier lediglich die Jahreszeit.
Erweiterte Routenplanung für verschiedene Verkehrsmittel
Seit 2024 hat Google die Routenplanung deutlich verbessert. Die zeitbasierte Planung funktioniert jetzt nicht nur für Autos, sondern auch für öffentliche Verkehrsmittel. Für Fahrradtouren müsst ihr allerdings weiterhin einen Umweg gehen: Wählt die Autorouten und danach bei den Routenoptionen unter Vermeiden die beiden Einträge Autobahnen sowie Mautstraßen aus.
Neue Features für clevere Urlaubsplanung
Google Maps bietet mittlerweile mehrere zusätzliche Tools, die bei der Urlaubsplanung extrem hilfreich sind:
Verkehrsprognosen: Das System kann mittlerweile bis zu zwei Wochen im Voraus ziemlich zuverlässige Verkehrsprognosen erstellen. Besonders bei bekannten Stau-Hotspots wie der A99 um München oder der A8 Richtung Salzburg zeigt Maps alternative Routen an.
Wetterintegration: Seit Ende 2025 zeigt Google Maps auch Wetterwarnungen direkt in der Routenplanung an. Plant ihr eine Tour über den Gotthard im Winter, warnt euch die App vor möglichen Schneefällen oder Sturmwarnungen.
Tankstellen und Ladestationen: Die Anzeige von Tankstellen entlang der Route ist deutlich intelligenter geworden. Bei E-Autos plant Maps automatisch Ladestopps ein und berücksichtigt dabei sogar den aktuellen Akkustand eures Fahrzeugs – vorausgesetzt, ihr habt euer Auto mit Google verbunden.
Alternative Apps für die Routenplanung
Google Maps ist zwar der Platzhirsch, aber nicht immer die beste Wahl. Für Alpentouren ist oft Waze die bessere Option, da die App Echtzeitinformationen von anderen Fahrern nutzt und so über spontane Straßensperrungen informiert.
HERE WeGo punktet bei der Offline-Navigation und ist besonders dann praktisch, wenn ihr im Ausland unterwegs seid und Datenvolumen sparen wollt. Die App lädt komplette Kartenbereiche herunter und funktioniert auch ohne Internetverbindung.
Für Wohnmobil-Urlauber ist Sygic Truck GPS ein Geheimtipp. Die App berücksichtigt Fahrzeughöhe, Gewicht und andere Beschränkungen – und führt euch nicht versehentlich in eine zu niedrige Unterführung.
Profi-Tipps für die perfekte Route
Mehrere Routen vergleichen: Plant nicht nur eine Route, sondern lasst euch immer mehrere Alternativen anzeigen. Oft ist die zweitschnellste Route deutlich entspannter zu fahren.
Pausen einplanen: Bei längeren Fahrten solltet ihr bewusst Pausen einplanen. Google Maps kann mittlerweile auch Rastplätze und Sehenswürdigkeiten entlang der Route vorschlagen.
Verkehrsmittel kombinieren: Besonders bei Städtereisen lohnt es sich, verschiedene Verkehrsmittel zu kombinieren. Google Maps zeigt euch, ob Park+Ride-Plätze in der Nähe sind und wie ihr von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterkommt.
Was die Zukunft bringt
Google arbeitet bereits an KI-basierten Routenvorhersagen, die nicht nur Verkehr und Wetter berücksichtigen, sondern auch Events, Feiertage und sogar lokale Besonderheiten. In ersten Tests können solche Systeme bereits vorhersagen, dass bestimmte Routen an Fußball-Spieltagen überlastet sein werden.
Die Integration von Augmented Reality wird ebenfalls immer besser. Mit der AR-Navigation seht ihr Abbiegehinweise direkt im Kamerabild eures Smartphones – besonders praktisch in unbekannten Städten.
Wer seine Urlaubsroute heute plant, sollte diese neuen Möglichkeiten nutzen. Ein paar Minuten extra bei der Vorbereitung können Stunden Stau und Stress ersparen.
Zuletzt aktualisiert am 07.03.2026

