Die Punch-Hole-Kamera war eine der markantesten Design-Entscheidungen von Samsung bei der Galaxy S-Serie – und auch Jahre später polarisiert sie noch. Was 2019 mit dem Galaxy S10 begann, hat sich mittlerweile zur Standard-Lösung für Front-Kameras entwickelt. Während Apple lange am Notch festhielt, setzen heute fast alle Android-Hersteller auf die elegantere Punch-Hole-Lösung.
Doch nicht jeder mag diese kleine Unterbrechung im Display. Die gute Nachricht: Auch bei modernen Samsung-Geräten – vom Galaxy S24 bis zum neuesten Z Fold – habt ihr verschiedene Möglichkeiten, das Punch-Hole zu kaschieren oder geschickt zu integrieren.
Kamera-Bereich ausblenden in den Einstellungen
Der direkteste Weg führt über die Systemeinstellungen. Samsung hat diese Option über die Jahre verfeinert und bietet heute mehr Kontrolle als je zuvor. Geht in die Einstellungen > Anzeige > Frontkamera-Bereich (bei neueren Geräten auch unter „Bildschirmkonfiguration“ zu finden).
Hier könnt ihr wählen zwischen:
– Komplett ausblenden: Ein schwarzer Balken verdeckt den gesamten oberen Bereich
– Abgerundete Ecken: Softere Übergänge für ein natürlicheres Aussehen
– App-spezifische Einstellungen: Für jede App individuell festlegen
Der Nachteil: Ihr verschenkt wertvollen Bildschirmplatz. Besonders bei Videos oder Spielen kann das störend wirken.
Kreative Wallpaper-Lösungen
Viel eleganter ist es, die Punch-Hole-Kamera kreativ in das Hintergrundbild zu integrieren. Was 2019 noch ein Nischen-Trend war, ist heute zu einer echten Kunstform geworden.
Klassiker, die immer funktionieren:
– Wall-E: Seine großen Augen passen perfekt zu Dual-Kameras
– Planeten und Monde: Die Kamera wird zum Himmelskörper
– Minimalistisch: Geometrische Formen, die das Loch als Designelement nutzen
– Tiere: Augen von Katzen, Eulen oder anderen Tieren
Neue Trends 2026:
– KI-generierte Wallpaper: Apps wie Midjourney Mobile oder Canva erstellen personalisierte Hintergründe, die perfekt zu eurem Punch-Hole-Layout passen
– Dynamische Wallpaper: Reagieren auf Tageszeit und lassen die Kamera mal verschwinden, mal hervortreten
– AR-Integration: Live-Wallpaper, die mit der Frontkamera interagieren
Apps für perfekte Punch-Hole-Anpassung
Mittlerweile gibt es spezialisierte Apps, die weit über einfache Wallpaper hinausgehen:
Punch Hole Wallpapers (kostenlos): Über 10.000 speziell angepasste Hintergründe für alle gängigen Samsung-Modelle. Die App erkennt automatisch euer Gerät und schlägt passende Designs vor.
Cutout Pro (Premium): Erstellt aus jedem beliebigen Foto ein punch-hole-optimiertes Wallpaper. KI-Algorithmen analysieren das Bild und positionieren wichtige Elemente so, dass die Kamera nicht stört.
Samsung Good Lock Module: Samsungs eigene Customization-Suite bietet mit „LockStar“ erweiterte Sperrbildschirm-Anpassungen, die auch das Punch-Hole berücksichtigen.
One UI 6.1 und darüber hinaus
Samsung hat mit One UI 6.1 weitere Verbesserungen eingeführt. Die Software erkennt jetzt automatisch, wann die Frontkamera das Interface stört, und passt Benachrichtigungen und Inhalte entsprechend an.
Neu in 2026:
– Adaptive Interface: Apps passen sich automatisch an die Punch-Hole-Position an
– Enhanced Privacy: LED-Ring um die Kamera bei aktiver Nutzung
– Smart Hide: Algorithmus entscheidet situationsabhängig, ob das Punch-Hole sichtbar sein soll
Gaming und Video-Streaming
Besonders beim Gaming kann das Punch-Hole stören. Moderne Spiele wie PUBG Mobile oder Call of Duty erkennen Samsung-Geräte automatisch und passen die UI entsprechend an. In den Spiel-Einstellungen findet ihr meist Optionen für „Notch/Punch-Hole-Behandlung“.
Streaming-Apps wie Netflix, YouTube oder Disney+ bieten ebenfalls angepasste Modi. YouTube beispielsweise kann Videos so skalieren, dass wichtige Inhalte nicht von der Kamera verdeckt werden.
Die Zukunft des Punch-Hole-Designs
Samsung arbeitet bereits an Under-Display-Kameras der nächsten Generation. Die Galaxy Z Fold Serie zeigt, wohin die Reise geht – unsichtbare Kameras unter dem Display. Bis diese Technologie massentauglich wird, bleibt das Punch-Hole aber die beste Balance zwischen Funktionalität und Design.
Unser Tipp: Probiert verschiedene Ansätze aus. Manchmal ist ein cleveres Wallpaper die bessere Lösung als das komplette Ausblenden. Und wer weiß – vielleicht gewöhnt ihr euch sogar an den kleinen „Schönheitsfehler“ und seht ihn irgendwann als Charakteristikum eures Samsung-Geräts.
Zuletzt aktualisiert am 05.03.2026



