Telemetrie – ein Begriff, den man eigentlich eher aus dem Motorsport kennt: Das automatische Auslesen und Senden von Daten, die ein System liefert und die dann zur besseren Steuerung an eine zentrale Stelle übertragen und dort ausgewertet werden.  Weniger bekannt ist, dass Microsoft eine ähnliche Funktion für Windows nutzt. Die ist jetzt nach langer Diskussion abschaltbar geworden.

Telemetriedaten sind immer zumindest zum Teil personenbezogen. Daraus leitet sich ein Datenschutzproblem ab: Wer Windows privat nutzt, der stimmt zum einen den Nutzungsbedingungen zu, zum anderen hate er aber auch die komplette Kontrolle übet das System und kann bestimmte Datensammlungen und -Übermittlungen ausschalten. Ander beim Firmenanwender: Hier werden die Einstellungen zentral von den Administratoren vorgenommen, und bestimmte Datenerfassungen waren bisher verpflichtend.

2018 hatte das BSI eine Analyse in Auftrag gegeben, die die Abschaltbarkeit der Telemetriedaten prüfen sollte. Das Ergebnis: theoretisch möglich, praktisch für den normalen Anwender kaum möglich. In der Folge kochten die Wellen des Datenschutzes hoch: Das konnte schwerlich als zulässig erachtet werden.

Jetzt ist ein erneuter Test mit dem November 2019-Update (Version 1909) durchgeführt worden. In Anwesenheit von Microsoft und dem BayLDA konnte nachgewiesen werden, dass keinerlei Telemetriedaten mehr übermittelt wurden. Das allerdings gilt nur für die Enterprise-Version. Wer die Pro-Version im Unternehmen einsetzt, dem bleibt aktuell nur die Löschung der Diagnosedaten unter Einstellungen > Datenschutz > Diagnose & Feedback.