Eigene Farbschemas bei Word anlegen

von | 08.10.2020 | Office

Text ist nicht so langweilig, wie er erscheint. Wenn ihr in Word arbeitet, dann könnt ihr durch die farbliche Markierung von Text dessen Aussage verstärken. Allerdings sind die Farben, die zur Verfügung stehen, nur wenige. Meist sind das nicht die, die ihr gerade braucht. Wir zeigen euch, wie ihr das schnell anpassen könnt.

Word verwendet die so genannten Designfarben, eine Auswahl von Farben für bestimmte Objekte. Diese Farben sind auch bei der Textauswahl unter Start > Textfarbe direkt oben zu sehen. In Microsoft Word 365 (Stand 2026) sind diese Designfarben noch flexibler geworden und lassen sich nahtlos in alle Office-Anwendungen übertragen.

Warum eigene Farbpaletten so wichtig sind

Manchmal habt ihr Lieblingsfarben, manchmal eine Vorgabe einer Corporate Identity oder ihr arbeitet an Projekten, die bestimmte Markenfarben erfordern. In allen Fällen müssen die zu verwendenden Farben sehr genau definiert werden. Das ist besonders wichtig, wenn mehrere Personen an einem Dokument arbeiten oder wenn ihr eine durchgängige visuelle Identität gewährleisten wollt.

Seit den Updates von 2025 unterstützt Word auch automatisch die Synchronisation von Farbpaletten über eure Microsoft-Konten hinweg. Das bedeutet: Einmal angelegt, stehen euch eure Custom-Farben auf allen Geräten zur Verfügung.

Schritt-für-Schritt: Eigene Farbpalette erstellen

Um eure spezifischen Wunschfarben festzulegen, klickt ihr auf Entwurf > Farben. Hier seht ihr bereits vordefinierte Farbschemas wie „Office“, „Graustufenfarben“ oder „Facette“. Für eine komplett eigene Palette wählt ihr Farben anpassen.

Für jede der Designfarben klickt ihr auf das entsprechende Farbfeld. Dann könnt ihr durch einen Klick auf Weitere Farben aus dem kompletten Farbspektrum wählen oder das Farbmodell (im Standard RGB, aber auch HSL und LAB werden unterstützt) und die entsprechenden Werte eingeben.

Profi-Tipps für die Farbauswahl

Besonders praktisch: Word unterstützt mittlerweile auch die direkte Eingabe von HEX-Codes. Wenn ihr also den exakten Farbcode #FF6B35 für euer Corporate Orange habt, könnt ihr ihn direkt eingeben. Das erspart das mühsame Anpassen über RGB-Werte.

Neu seit 2024 ist auch die Integration von Pantone-Farbreferenzen für professionelle Druckerzeugnisse. Wenn ihr plant, euer Dokument später zu drucken, könnt ihr direkt die entsprechenden Pantone-Codes verwenden.

Palette benennen und verwalten

Gebt unter Name dann den Namen eurer Designfarben-Palette ein. Wählt einen eindeutigen Namen wie „Firma_2026“ oder „Projekt_Marketing“. Unter diesem Namen könnt ihr die Palette dann auch später bei der Textfarbe anwählen und verwenden.

Seit dem letzten Update könnt ihr auch Beschreibungen zu euren Paletten hinzufügen. Das ist besonders hilfreich, wenn ihr mehrere Projekte parallel bearbeitet oder in Teams arbeitet.

Erweiterte Funktionen nutzen

Word bietet seit 2025 auch eine Vorschaufunktion: Während ihr eure Farben anpasst, seht ihr in Echtzeit, wie sich das auf euer aktuelles Dokument auswirkt. Das macht das Feintuning deutlich einfacher.

Besonders smart: Die KI-gestützte Farbharmonie-Erkennung schlägt euch automatisch passende Komplementärfarben vor, wenn ihr eine Grundfarbe definiert habt. Das hilft dabei, stimmige Farbkombinationen zu erstellen, auch wenn ihr keine Designer seid.

Farbpaletten teilen und importieren

Neu ist auch die Möglichkeit, Farbpaletten zu exportieren und mit anderen zu teilen. Klickt dazu mit der rechten Maustaste auf eure Palette und wählt Exportieren. Die Datei könnt ihr dann per E-Mail versenden oder in der Cloud ablegen.

Umgekehrt könnt ihr auch Paletten importieren, die andere erstellt haben. Besonders praktisch für Agenturen oder größere Teams, die einheitliche Farben verwenden müssen.

Palette löschen oder bearbeiten

Übrigens könnt ihr eine solche Palette auch löschen: Klickt dazu mit der rechten Maustaste auf den Eintrag und wählt dann Löschen. Seit 2024 gibt es auch eine Bearbeiten-Option, mit der ihr nachträglich einzelne Farben in einer bestehenden Palette ändern könnt, ohne alles neu anlegen zu müssen.

Integration in andere Office-Programme

Ein großer Vorteil: Eure in Word erstellten Farbpaletten stehen automatisch auch in PowerPoint, Excel und anderen Office-Anwendungen zur Verfügung. So bleibt euer Corporate Design durchgängig erhalten, egal in welchem Programm ihr arbeitet.

Die Zeiten grauer, langweiliger Dokumente sind definitiv vorbei. Mit eigenen Farbpaletten macht ihr eure Texte nicht nur optisch ansprechender, sondern auch professioneller und wiedererkennbarer.

Zuletzt aktualisiert am 27.02.2026