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Bilderquellen bei der Google-Suche identifizieren

von | 16.03.2021 | Office

Wenn ihr einen Suchbegriff bei Google eingebt, dann kommen neben den Links zu Internet-Seiten, die diesen enthalten, oft auch Bilder als Ergebnis. Das ist erst mal nichts Besonderes, nur manchmal findet ihr darin Bilder, die so gar nichts mit der Suche zu tun haben. Oder ein Bild von euch selbst, das euch erschreckt und von dem ihr wissen wollt, wo es herkommt. Wir zeigen euch, wie ihr schnell die Webseite hinter dem Bild identifizieren könnt!

Die Bilder zu eurem Suchbegriff seht ihr, wenn ihr auf Bilder unter der Suchleiste klickt. Google zeigt euch nun alle Bilder an, die zu eurem Suchbegriff passen. Klickt ihr auf eines der Bilder, dann kommt in den meisten Fällen aber nicht die Webseite, auf der das Bild ist, sondern nur das Bild in größerer Ansicht.

Unter dem Bild findet ihr aber eine kleine Schaltfläche, die den Namen der Webseite enthält. Klickt darauf, dann solltet ihr zur Seite geleitet werden. Passiert das nicht, dann habt ihr noch eine Alternative: Klickt mit der rechten Maustaste auf das Bild und dann auf Bildlink kopieren. Klickt dann in die Adressleiste eures Browsers und drückt gleichzeitig Strg + V. Ihr seht nun in der Adressleiste des Browsers die Herkunfts-Adresse des Bildes. Mit dieser könnt ihr dann direkt auf die Quellseite gelangen.

Rückwärtssuche für unbekannte Bilder

Manchmal habt ihr ein Bild auf eurer Festplatte oder seht eines im Internet und wollt wissen, wo es ursprünglich herkommt. Dafür bietet Google die praktische Rückwärtssuche an. Klickt einfach auf das Kamera-Symbol in der Google-Bildersuche oder zieht das Bild direkt in das Suchfeld. Google zeigt euch dann ähnliche Bilder und deren Quellen an.

Alternativ könnt ihr auch Google Lens nutzen, das mittlerweile direkt in Chrome integriert ist. Rechtsklick auf ein beliebiges Bild im Browser und „Mit Google Lens suchen“ auswählen. Das funktioniert auch hervorragend über die Google Lens App auf dem Smartphone.

Moderne Tools für die Bildersuche

Neben Google gibt es mittlerweile weitere hilfreiche Alternativen. TinEye ist ein spezialisierter Reverse-Image-Search-Dienst, der oft noch detailliertere Ergebnisse liefert. Auch Bing bietet eine visuelle Suche an, die manchmal andere Treffer findet als Google.

Für Fotografen und Content-Creator ist auch PimEyes interessant geworden – allerdings solltet ihr hier vorsichtig sein, da dieser Service auch für Gesichtserkennung genutzt wird und datenschutzrechtlich bedenklich ist.

Bilderrechte und Urheberschaft klären

Wenn ihr die Quelle eines Bildes gefunden habt, bedeutet das noch lange nicht, dass ihr es frei verwenden könnt. Prüft immer die Lizenzangaben auf der ursprünglichen Seite. Viele Bilder unterliegen dem Urheberrecht, auch wenn sie frei im Netz verfügbar sind.

Eine gute Alternative sind Creative Commons-lizenzierte Bilder oder Stock-Photo-Dienste. Unsplash, Pixabay oder Pexels bieten hochwertige Fotos zur freien Nutzung an. Bei professionellen Projekten lohnt sich oft der Griff zu kostenpflichtigen Diensten wie Shutterstock oder Getty Images.

KI-generierte Bilder erkennen

Seit 2024 sind KI-generierte Bilder allgegenwärtig geworden. Tools wie Midjourney, DALL-E oder Stable Diffusion produzieren täuschend echte Fotos. Wenn ihr bei der Rückwärtssuche keine oder sehr wenige Treffer findet, könnte das Bild KI-generiert sein.

Spezielle Detektoren wie AI or Not und Hive Moderation können dabei helfen, künstliche von echten Bildern zu unterscheiden. Achtet auch auf typische KI-Merkmale: merkwürdige Hände, unnatürliche Schatten oder zu perfekte Symmetrien.

Browser-Extensions für schnellere Suche

Um den Prozess zu beschleunigen, gibt es praktische Browser-Erweiterungen. „Search by Image“ für Chrome oder „Image Search Options“ für Firefox fügen Kontextmenü-Einträge hinzu. Ein Rechtsklick auf jedes beliebige Bild startet dann sofort die Rückwärtssuche bei verschiedenen Diensten.

Besonders praktisch ist auch die Erweiterung „Who Stole My Pictures“, die euch dabei hilft, eure eigenen Fotos im Netz zu finden – nützlich für Fotografen, die ihre Urheberrechte schützen wollen.

Mobile Bildersuche

Auf dem Smartphone funktioniert die Bildersuche ebenfalls problemlos. Die Google-App bietet eine integrierte Lens-Funktion, mit der ihr Fotos aus eurer Galerie oder direkte Kamera-Aufnahmen durchsuchen könnt. Einfach die Google-App öffnen, auf das Lens-Symbol tippen und das gewünschte Bild auswählen.

Auch Screenshots könnt ihr so analysieren lassen. Praktisch, wenn ihr in sozialen Medien ein interessantes Bild seht und dessen Ursprung herausfinden wollt.

Die Bildersuche ist mittlerweile zu einem mächtigen Werkzeug geworden, das weit über die simple Quellenidentifikation hinausgeht. Mit den richtigen Techniken und Tools könnt ihr nicht nur Bilderquellen finden, sondern auch Fake News entlarven, Urheberrechtsverletzungen aufspüren oder einfach mehr über interessante Fotos erfahren.

Zuletzt aktualisiert am 26.02.2026

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