Eine häufige Anwendung in Excel ist die Verwaltung von Anteilen und laufenden Summen. Wie viele Menschen haben schon gewählt? Wie entwickeln sich die Verkaufszahlen über die Monate hinweg? Welcher Umsatzanteil ist bis zum jeweiligen Zeitpunkt erreicht? Die Aufsummierung von Zellen – auch als kumulierte Summe oder Running Total bekannt – ist dabei ein mächtiges Werkzeug. Wir zeigen euch, wie ihr das elegant umsetzt!
Was ist eine Aufsummierung und wofür braucht ihr sie?
Bei einer Aufsummierung (kumulierte Summe) werden die Werte einer Spalte schrittweise addiert. Jede Zelle enthält dabei die Summe aller Werte von der ersten Zeile bis zur aktuellen Position. Das ist besonders nützlich bei:
- Budgetplanung: Wie viel Budget wurde bis zu einem bestimmten Monat verbraucht?
- Verkaufsanalysen: Welcher Gesamtumsatz wurde bis zu einem Stichtag erreicht?
- Projektfortschritt: Wie viele Aufgaben wurden kumulativ abgeschlossen?
- Lagerbestände: Wie entwickelt sich der Bestand über die Zeit?
Der Trick mit relativen und absoluten Zellbezügen
Eine spezielle Formel für das Aufsummieren von Zellen gibt es in Excel nicht – braucht ihr auch nicht! Mit einem cleveren Trick könnt ihr die schnell selbst bauen. Dabei nutzt ihr die Kombination aus relativen und absoluten Zellbezügen:
Relative Zellbezüge werden automatisch angepasst, wenn ihr die Zelle in eine andere Zeile oder Spalte kopiert. Beispiel: Die Formel =A1*B1 wird zu =A2*B2, wenn ihr sie eine Zeile nach unten kopiert.

Absolute Zellbezüge bleiben unverändert, egal wohin ihr die Zelle kopiert. Dafür stellt ihr der Zeilen- und/oder Spaltenangabe ein Dollarzeichen ($) voran. $A$1 bleibt immer $A$1.
Die perfekte Aufsummierungs-Formel
Hier kommt der geniale Trick: Ihr kombiniert beide Bezugsarten in einer SUMME-Formel. Gebt in die erste Zelle eurer Aufsummierung folgende Formel ein:
=SUMME($C$1:C1)
$C$1ist der absolute Bezug – die Startposition bleibt immer gleichC1ist der relative Bezug – passt sich beim Kopieren automatisch an
Wenn ihr diese Formel nach unten kopiert, passiert folgendes:
– Zeile 2: =SUMME($C$1:C2) (Summe von C1 bis C2)
– Zeile 3: =SUMME($C$1:C3) (Summe von C1 bis C3)
– Zeile 4: =SUMME($C$1:C4) (Summe von C1 bis C4)
– und so weiter…
Schritt-für-Schritt Anleitung
- Daten vorbereiten: Tragt eure Werte in eine Spalte ein (z.B. Spalte C)
- Erste Formel: Klickt in die Zelle neben dem ersten Wert (z.B. D1)
- Formel eingeben: Tippt
=SUMME($C$1:C1)und drückt Enter - Kopieren: Markiert die Zelle D1 und kopiert sie (Strg+C)
- Einfügen: Markiert den Bereich D2 bis zur letzten Zeile eurer Daten und fügt ein (Strg+V)
Alternativ könnt ihr auch das Ausfüllkästchen (kleines Quadrat unten rechts in der markierten Zelle) nach unten ziehen.
Moderne Excel-Features nutzen
Seit Excel 365 gibt es weitere Möglichkeiten für Aufsummierungen:
SEQUENZ-Funktion kombiniert: Für dynamische Bereiche könnt ihr modernere Formeln wie =SUMME(INDEX(C:C,1):INDEX(C:C,ZEILE())) verwenden.
Tabellen-Format: Wenn ihr eure Daten als Excel-Tabelle formatiert (Strg+T), werden die Formeln automatisch erweitert, wenn ihr neue Zeilen hinzufügt.
Power Query: Für komplexere Aufsummierungen bietet Power Query (Daten > Daten abrufen) erweiterte Möglichkeiten mit der „Fortlaufende Summe“-Funktion.
Tipps für die Praxis
Formatierung: Hebt die Aufsummierungs-Spalte optisch hervor, damit sie sich von den Ursprungswerten unterscheidet.
Prozentuale Anteile: Kombiniert die Aufsummierung mit dem Endergebnis, um prozentuale Anteile zu berechnen: =D1/$D$10*100 für Prozentwerte.
Bedingte Formatierung: Nutzt Datenbalken oder Farbskalen, um die Entwicklung der kumulierten Summe zu visualisieren.
Diagramme: Kumulierte Summen eignen sich perfekt für Liniendiagramme, um Trends über die Zeit darzustellen.
Mit diesem Trick habt ihr ein mächtiges Werkzeug für eure Excel-Analysen in der Hand. Die Aufsummierung funktioniert nicht nur mit einfachen Zahlen, sondern auch mit komplexeren Berechnungen – probiert es einfach aus!
Zuletzt aktualisiert am 24.02.2026
