Wenn zu viele Geräte im Microsoft Store angemeldet sind

von | 28.09.2021 | Windows

Ohne Apps ist Windows ziemlich öde und leer. Im Microsoft Store findet ihr zentral Tausende von Apps für die verschiedensten Anwendungsgebiete. Allerdings nur für 10 Geräte – dann verweigert der Store das Herunterladen neuer Apps. Wir zeigen euch, wie ihr nicht mehr benötigte Geräte löschen könnt und wieder Platz für neue schafft.

Ihr werdet eher selten 10 Windows-Geräte gleichzeitig mit dem selben Microsoft-Konto nutzen, das Problem ist aber ein anderes: Jedes Gerät, mit dem ihr euch mit eurem Microsoft-Konto am Microsoft Store angemeldet habt, verbraucht einen der 10 verfügbaren Plätze. Da ist es egal, ob ihr schon seit Jahren keine Apps mehr heruntergeladen habt, weil das Gerät längst nicht mehr existiert oder verkauft wurde.

Das 10-Geräte-Limit verstehen

Microsoft hat diese Beschränkung eingeführt, um Missbrauch zu verhindern und die Lizenzierung von kostenpflichtigen Apps zu kontrollieren. Das Limit bezieht sich auf Windows-PCs, Tablets und auch Xbox-Konsolen. Sobald ihr versucht, euch an einem elften Gerät anzumelden, erscheint eine Fehlermeldung.

Besonders ärgerlich wird es, wenn ihr über die Jahre mehrere Geräte gewechselt habt: alte Laptops, Desktop-PCs, Surface-Tablets oder sogar virtuelle Maschinen – alle belegen weiterhin einen Platz in eurem Microsoft-Konto, auch wenn sie längst nicht mehr genutzt werden.

Geräte entfernen – so geht’s

Das Entfernen ungenutzter Geräte ist zum Glück unkompliziert. Ihr könnt entweder direkt auf die Fehlermeldung des Stores klicken oder den direkten Weg über euer Microsoft-Konto gehen.

Geht auf die Kontoseite eures Microsoft-Accounts und klickt dann auf Geräte. Microsoft zeigt euch eine detaillierte Übersicht aller angemeldeten Geräte an – inklusive Name, Typ und letzter Aktivität.

Klickt auf die drei Punkte neben dem Gerätenamen und dann auf Verknüpfung aufheben. In der Hauptübersicht des Microsoft-Kontos heißt die Option Gerät entfernen. Nach einer Sicherheitsabfrage ist das Gerät dauerhaft von eurem Konto getrennt.

Neue Features seit 2024

Microsoft hat die Geräteverwaltung in den letzten Jahren deutlich verbessert. Seit Windows 11 24H2 könnt ihr auch direkt in den Windows-Einstellungen unter „Konten“ > „Andere Benutzer“ eure Microsoft-Geräte verwalten. Diese Integration macht es einfacher, den Überblick zu behalten.

Zudem zeigt das System jetzt genauer an, wann ein Gerät zuletzt aktiv war. Geräte, die länger als sechs Monate inaktiv sind, werden automatisch als „möglicherweise nicht mehr verwendet“ markiert.

Microsoft Store vs. klassische Programme

Das 10-Geräte-Limit betrifft nur Apps aus dem Microsoft Store, nicht klassische Desktop-Programme (.exe-Dateien). Diese könnt ihr weiterhin auf beliebig vielen Geräten installieren – sofern die jeweilige Software-Lizenz das erlaubt.

Besonders relevant wird das Limit bei kostenpflichtigen Apps oder Spielen. Diese sind an euer Microsoft-Konto gebunden und können nur auf den registrierten Geräten genutzt werden. Bei einem Gerätewechsel müsst ihr also unbedingt das alte Gerät abmelden, um das neue nutzen zu können.

Xbox und Gaming berücksichtigen

Vergisst nicht: Auch Xbox-Konsolen zählen zum 10-Geräte-Limit. Wenn ihr eine Xbox One oder Xbox Series X/S besitzt, belegt diese ebenfalls einen Platz. Das gilt auch für den Xbox Game Pass und alle dort verfügbaren Spiele.

Proaktiv Geräte verwalten

Nach dem Entfernen eines Gerätes erkennt der Store sofort, dass ihr ein neues Gerät anmelden könnt und schaltet den Download von Apps umgehend frei. Es macht also definitiv Sinn, beim Gerätewechsel das abgegebene oder verkaufte Gerät direkt von eurem Konto abzumelden.

Ein guter Zeitpunkt für eine „Geräteinventur“ ist auch der Jahreswechsel oder wenn ihr neue Hardware anschafft. Geht einfach die Liste durch und entfernt alles, was ihr nicht mehr nutzt. Das spart nicht nur Plätze, sondern gibt euch auch einen besseren Überblick über eure aktiven Geräte.

Sicherheitsaspekt nicht vergessen

Das regelmäßige Aufräumen eurer Geräteliste hat auch einen Sicherheitsaspekt: Sollte euer Microsoft-Konto kompromittiert werden, haben Angreifer weniger Zugriffsmöglichkeiten. Außerdem seht ihr in der Aktivitätsübersicht sofort, wenn sich jemand an einem unbekannten Gerät anmeldet.

Zuletzt aktualisiert am 23.02.2026