LondonDie liebe Technik, sie macht enorme Fortschritte. Es hat schon ein bisschen was von Big Brother, was da jetzt aus London vermeldet wird. Die Stadt installiert per WLAN vernetzte Webcams, die im Stadtteil Westminster ganze Straßenzüge beobachtet und mit dem elektronischen Auge Parksünder aufspürt. Dazu werden die Autonummern erfasst und online überprüft, ob eine Parkberechtigung vorliegt. Falls nicht, gibt’s ein Knöllchen. Und die sind in London so teuer wie sonst nirgendwo.

Zwar müssen – noch – Menschen aus Fleisch und Blut die Kamerabilder sichten und im Einzelfall entscheiden, ob es nun ein Strafmandat gibt oder nicht. Aber auch das ist sicher nur am Anfang so. Ich bin sicher: Wenn sich diese neue Methode der “Überwachung des ruhenden Verkehrs” bewährt, entstehen schnell in vielen Städten und Kommunen Begehrlichkeiten. Denn ohne Personalaufwand das Stadtsäckel füllen – ist das nicht traumhaft? Irgendwelche Bedenken wegen Datenschutz oder dergleichen? Ihwo. Muss man doch nicht haben. Zur Not argumentiert man einfach, dass sich so Terroristen aufspüren lassen. Könnte ja sein, dass mal einer in der Straße parkt.

1 Antwort
  1. CodeOne
    CodeOne sagte:

    Da sage noch mal jemand, der Amtsschimmel sei träge und einfallslos! Das ist letztendlich die
    moderne und konsequente Fortsetzung dessen,
    was schon die alten Römer festgestellt haben:
    “Geld stinkt nicht” 😉

    In dem Zusammenhang frage ich mich auch warum
    z.B. hier in Deutschland, der rollende Verkehr
    nicht auch so konsequent abkassiert wird?
    Der erste Gedanke, der mir seinerzeit durch den
    Kopf ging, als ich die erste Mautbrücke sah,
    war “Warum noch Radarkontrollen??”.
    Die Daten werden beim Durchfahren erfasst und
    weggeschrieben, beim erneuten unterqueren einer
    Mautbrücke, werden wieder die Daten erfasst
    und zugeordnet. Da der Abstand zwischen den
    Brücken bekannt ist, braucht man ja nur noch
    die Zeit zu messen und mit der zulässigen
    Geschwindigkeit abgleichen, in Phase 2
    vielleicht auch noch Wetter und Mondphase ein-
    fließen lassen.. 😉
    Erreicht das Kfz die Brücke eher, als es
    rechnerisch zulässig wäre – zack, schnell
    einen Brief mit Bußgeld / Anzeige an den
    Halter des Fahrzeugs und kräftig kassieren.
    Ehrlich gesagt, halte ich es nur noch für eine
    Frage der Zeit, bis alle Mautbrücken ein
    entsprechendes Update eingespielt bekommen
    und die ganze Sache losgehen kann.
    Ach ja – Lenkzeitenüberschreitungen von LKW-
    Fahrern lassen sich doch sicher jetzt schon
    feststellen, oder?
    MFG
    CodeOne

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