Internet Explorer ist tot – Microsoft Edge übernimmt

von | 13.11.2012 | Tipps

Internet Explorer ist Geschichte – Microsoft Edge ist die Zukunft des Browsings unter Windows. Nach jahrzehntelanger Dominanz wurde der Internet Explorer 2022 endgültig eingestellt und durch Edge ersetzt, das auf der modernen Chromium-Engine basiert.

Während früher der Internet Explorer 10 für Windows 7 als großer Fortschritt galt, ist heute Microsoft Edge der Standard-Browser in allen aktuellen Windows-Versionen. Edge bringt deutlich bessere Performance, moderne Web-Standards und erweiterte Sicherheitsfeatures mit.

Was ihr über den Wechsel von Internet Explorer zu Edge wissen müsst:

Microsoft Edge ist seit 2020 auf der Chromium-Engine aufgebaut – der gleichen Technologie, die auch Google Chrome antreibt. Das bedeutet bessere Kompatibilität mit modernen Webseiten und Web-Apps. Edge läuft nicht nur unter Windows, sondern auch auf macOS, iOS und Android.

Die wichtigsten Edge-Features im Überblick:

  • Vertikale Tabs: Besonders bei vielen geöffneten Tabs übersichtlicher als die klassische horizontale Anordnung
  • Collections: Sammelt und organisiert Webinhalte für spätere Nutzung
  • Shopping-Features: Automatische Coupon-Suche und Preisvergleiche
  • Tracking-Schutz: Drei Stufen zum Schutz vor Web-Tracking
  • InPrivate-Browsing: Sicheres Surfen ohne Speicherung von Daten
  • Web-Capture: Screenshots von ganzen Webseiten oder Bereichen
  • Immersive Reader: Ablenkungsfreies Lesen von Artikeln
  • Passwort-Manager: Sicheres Speichern und Synchronisieren von Login-Daten

Edge Workspaces für Teams:

Seit 2023 bietet Edge Workspaces für die Zusammenarbeit in Teams. Mehrere Nutzer können gemeinsam an Browser-Sitzungen arbeiten, Tabs teilen und synchron surfen – ideal für Remote-Work und Projektarbeit.

KI-Integration mit Copilot:

Der große Unterschied zu anderen Browsern: Edge hat Microsofts KI-Assistant Copilot direkt integriert. Ihr könnt Webinhalte zusammenfassen lassen, Fragen zu Artikeln stellen oder euch beim Schreiben von E-Mails und Dokumenten helfen lassen. Das funktioniert auch offline bei vielen Aufgaben.

Für Unternehmen: Internet Explorer-Modus

Viele Unternehmen nutzen noch Legacy-Anwendungen, die den alten Internet Explorer benötigen. Edge bietet dafür den IE-Modus: Bestimmte Websites öffnen automatisch mit der alten IE-Engine, während der Rest modern über Chromium läuft.

Datenschutz und Sicherheit:

Edge bringt standardmäßig starke Datenschutz-Einstellungen mit. Der Tracking-Schutz blockiert Werbetreibende, Smartscreen warnt vor gefährlichen Downloads und Websites. Die Secure Network-Funktion verschlüsselt sogar die Verbindung bei unsicheren WLAN-Hotspots.

Performance und Ressourcenverbrauch:

Im Vergleich zu Chrome verbraucht Edge weniger RAM und Akku – besonders auf Windows-Geräten. Die „Sleeping Tabs“-Funktion pausiert inaktive Tabs automatisch und spart dadurch Systemressourcen.

Migration leicht gemacht:

Wer von Chrome, Firefox oder Safari wechselt, kann Lesezeichen, Passwörter und Einstellungen automatisch importieren. Edge synchronisiert diese Daten dann zwischen allen euren Geräten.

Web-Apps und Progressive Web Apps (PWAs):

Edge macht Websites zu echten Desktop-Apps. Dienste wie Outlook, WhatsApp Web oder Spotify laufen als eigenständige Programme und fühlen sich an wie native Software. PWAs funktionieren teilweise sogar offline.

Entwickler-Features:

Die Edge DevTools basieren auf Chromium und sind damit identisch zu Chrome. Zusätzlich gibt es spezielle Tools für die Barrierefreiheit und 3D-Ansichten des DOM.

Ausblick:

Microsoft investiert massiv in Edge-Entwicklung. Kommende Features umfassen erweiterte KI-Integration, bessere Gaming-Unterstützung für Browser-Spiele und tiefere Integration in Microsoft 365.

Fazit:

Der Wechsel vom Internet Explorer zu Edge war überfällig und gelungen. Edge bietet moderne Technik, gute Performance und sinnvolle Features. Wer Windows nutzt, sollte Edge eine Chance geben – die Zeiten des lahmen Internet Explorers sind definitiv vorbei.

Edge könnt ihr kostenlos von der Microsoft-Website herunterladen oder über Windows Update aktualisieren.

Zuletzt aktualisiert am 24.04.2026