So findet ihr heraus, mit welchem Programm eine PDF erstellt wurde

von | 15.01.2013 | Tipps

Das Standard-Programm zum Erstellen von PDF-Dokumenten ist nach wie vor Adobe Acrobat. Mittlerweile gibt es allerdings zahlreiche Alternativen – von Microsoft Office über Google Docs bis hin zu speziellen PDF-Editoren wie Foxit oder PDFCreator. Ihr habt eine PDF-Datei erhalten und wollt wissen, mit welchem Programm sie erzeugt wurde?

Das kann aus verschiedenen Gründen interessant sein: Vielleicht möchtet ihr wissen, ob ein Dokument wirklich professionell erstellt wurde, oder ihr sucht nach Hinweisen auf die verwendete Software-Umgebung. Die gute Nachricht: Die Informationen sind in den Metadaten der PDF-Datei gespeichert und lassen sich mit mehreren Methoden auslesen.

Methode 1: Mit dem kostenlosen Adobe Acrobat Reader

  1. Um den Namen der Anwendung zu ermitteln, die ein bestimmtes PDF-Dokument geschrieben hat, öffnet ihr die Datei als Erstes in Adobe Acrobat Reader.
  2. Geht zu „Datei“ > „Eigenschaften“ (oder drückt Strg+D als Tastenkürzel).
  3. Im Eigenschaften-Dialog findet ihr den Tab „Beschreibung“ (sollte bereits ausgewählt sein).
  4. In der Zeile „Anwendung“ oder „PDF erstellt mit“ steht der Name des Programms, das die PDF-Datei erstellt hat. Zusätzlich seht ihr oft auch die Versionsnummer.
  5. Unter „PDF-Ersteller“ erfahrt ihr, welche Engine die finale PDF-Konvertierung durchgeführt hat.

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Alternative Wege für alle PDF-Viewer

Falls ihr nicht Adobe Reader verwendet, funktioniert das auch mit anderen PDF-Programmen:

Browser-PDF-Viewer: Moderne Browser wie Chrome, Firefox oder Edge zeigen PDF-Eigenschaften meist unter einem Info-Symbol (i) oder über das Drei-Punkte-Menü an.

Foxit Reader: Hier findet ihr die Dokumenteigenschaften unter „Datei“ > „Dokumenteigenschaften“ oder mit Strg+D.

Sumatra PDF: Der schlanke PDF-Viewer zeigt Metadaten über „Datei“ > „Eigenschaften“.

Was die Metadaten verraten

Die PDF-Metadaten enthalten oft überraschend viele Informationen:

  • Erstellungs-Software: Von Microsoft Word über LibreOffice bis zu spezialisierten Satz-Programmen wie InDesign
  • Betriebssystem: Manchmal erkennt ihr am Pfad oder der Versionsnummer das verwendete System
  • Erstellungsdatum: Wann wurde das Dokument ursprünglich erstellt?
  • Änderungsdatum: Letzte Bearbeitung der PDF-Datei
  • Autor-Informationen: Name des Erstellers (falls nicht gelöscht)
  • PDF-Version: Gibt Aufschluss über Features und Kompatibilität

Wenn die Metadaten fehlen oder verfälscht sind

Nicht jedes PDF verrät seine Herkunft. Manche Programme löschen bewusst Metadaten aus Datenschutz- oder Sicherheitsgründen. Andere überschreiben die Original-Informationen beim Export.

Indizien im Dokument selbst:
– Schriftarten können Hinweise geben (bestimmte Fonts sind typisch für spezielle Programme)
– Layout-Eigenarten verraten manchmal die Herkunft
– Eingebettete Elemente wie Formulare oder Multimedia deuten auf professionelle Tools hin

Profi-Tipp: Kommandozeile und Tools

Für technisch Versierte gibt es auch andere Wege:

ExifTool: Das kostenlose Kommandozeilen-Programm liest Metadaten aus praktisch allen Dateiformaten, auch PDFs.

PDF-Tools online: Websites wie „PDF24“ oder „SmallPDF“ bieten Metadata-Viewer ohne Software-Installation.

Python-Skripte: Mit der PyPDF2-Bibliothek lassen sich PDF-Metadaten programmatisch auslesen.

Datenschutz nicht vergessen

Bevor ihr PDFs weitergebt, prüft die Metadaten selbst: Sie könnten mehr preisgeben, als euch lieb ist. Viele PDF-Programme bieten Funktionen zum Entfernen oder Anonymisieren von Metadaten.

Die meisten modernen Office-Programme warnen mittlerweile beim Export vor persönlichen Informationen in den Metadaten. Nutzt diese Funktion, um ungewollte Datenpreisgabe zu vermeiden.

So einfach lässt sich die Herkunft von PDF-Dateien ermitteln. Ein Blick in die Eigenschaften genügt meist schon, um das Geheimnis zu lüften.

Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026