Wer regelmäßig mit PDF-Dateien arbeitet, kennt das Problem: Adobe Acrobat ist mächtig, aber auch teuer. Und viele kostenlose Alternativen sind entweder eingeschränkt oder überladen mit Werbung. Jetzt gibt es eine spannende Open-Source-Alternative, die mit Version 2.0 einen gewaltigen Sprung nach vorne macht: Stirling-PDF.
Stirling-PDF 2.0: Die kostenlose Alternative zu Adobe Acrobat wird erwachsen
Wer regelmäßig mit PDF-Dateien arbeitet, kennt das Problem: Adobe Acrobat ist mächtig, aber auch teuer. Und viele kostenlose Alternativen sind entweder eingeschränkt oder überladen mit Werbung. Jetzt gibt es eine spannende Open-Source-Alternative, die mit Version 2.0 einen gewaltigen Sprung nach vorne macht: Stirling-PDF.
Von der Web-App zur echten Desktop-Software
Was als kleines Nebenprojekt vor zwei Jahren begann, hat sich zu einer ernstzunehmenden PDF-Lösung entwickelt. Die Zahlen sprechen für sich: 18 Millionen Downloads, 53.000 Unternehmen als Nutzer – und angeblich setzen sogar 72 Prozent der Fortune-500-Firmen auf Stirling-PDF. Mit Version 2.0 kommt nun das größte Update seit der Entstehung.
Der wichtigste Neuzugang: Echte Desktop-Anwendungen für Windows, macOS und Linux. Bisher war Stirling-PDF hauptsächlich eine Web-Anwendung, die ihr lokal auf eurem Rechner betreiben konntet. Jetzt bekommt ihr native Apps, die sich wie gewohnte Programme ins Betriebssystem integrieren. Das bedeutet: Ihr könnt PDF-Dateien direkt mit Stirling-PDF öffnen, statt sie erst umständlich in die Web-Oberfläche zu laden. Die „Öffnen mit“-Funktion funktioniert genau so, wie ihr es von anderen Programmen kennt.
Endlich flüssiges Arbeiten
Ein echter Gamechanger ist der neue Workflow. In älteren Versionen musstet ihr für jede Operation eure PDF-Datei neu hochladen. Wollt ihr zum Beispiel erst Seiten zusammenführen, dann komprimieren und anschließend noch ein Wasserzeichen hinzufügen? Früher bedeutete das: hochladen, Operation durchführen, herunterladen, wieder hochladen, nächste Operation, herunterladen… Ihr versteht das Problem.
Version 2.0 macht Schluss damit. Jetzt ladet ihr eure Datei einmal hoch und führt alle gewünschten Operationen nacheinander durch. Die Datei bleibt im System, ihr könnt zwischen verschiedenen Funktionen hin- und herwechseln. Noch besser: Es gibt jetzt Undo und Redo. Habt ihr versehentlich die falsche Seite gelöscht? Einfach rückgängig machen. Die komplette Versionshistorie eurer Bearbeitungen bleibt erhalten.
Was kann Stirling-PDF alles?
Die Funktionsliste ist beeindruckend lang. Ihr könnt PDFs zusammenführen, aufteilen, komprimieren und in andere Formate konvertieren. Texterkennung (OCR) ist integriert, ihr könnt also eingescannte Dokumente durchsuchbar machen. Sensible Informationen lassen sich schwärzen, Dokumente digital signieren. Wasserzeichen hinzufügen? Kein Problem. PDFs miteinander vergleichen? Geht auch.
Die Benutzeroberfläche wurde komplett überarbeitet und soll jetzt deutlich übersichtlicher sein. Statt durch endlose Menüs zu klicken, findet ihr die wichtigsten Funktionen schneller. Die Entwickler haben viel Wert auf „Polish“ gelegt – also darauf, dass sich alles rund und durchdacht anfühlt.
Neu in Version 2.0 ist auch eine Textbearbeitungsfunktion. Allerdings mit einem Haken: Diese befindet sich noch im Alpha-Stadium und steht zunächst nur zahlenden Nutzern zur Verfügung. Die Entwickler wollen das Feature schrittweise verbessern, bevor es für alle freigegeben wird.
Für Unternehmen: Flexible Deployment-Optionen
Interessant wird’s für Firmen und IT-Abteilungen: Stirling-PDF 2.0 erlaubt jetzt getrennte Deployments von Frontend und Backend. Das bedeutet, ihr könnt die Benutzeroberfläche und die Verarbeitungs-Engine auf verschiedenen Servern laufen lassen. Noch cooler: Es gibt eine Hybrid-Architektur. Desktop-Clients können auf Server-Infrastruktur zugreifen, sodass ihr die Geschwindigkeit eines Servers mit dem Komfort einer Desktop-App kombiniert.
Administratoren freuen sich über eine neue Web-Oberfläche für Systemeinstellungen. Statt Konfigurationsdateien auf dem Server zu bearbeiten, könnt ihr jetzt alles bequem über die Weboberfläche anpassen.
Das neue Lizenzmodell: Kostenlos, aber nicht für alle
Hier wird’s etwas kompliziert. Stirling-PDF führt mit Version 2.0 ein „Open-Core“-Modell ein. Das bedeutet: Einzelpersonen und kleine Teams mit bis zu fünf Nutzern können die Software weiterhin komplett kostenlos verwenden. Für größere Organisationen wird eine kommerzielle Lizenz fällig.
Die gute Nachricht: Alle bisherigen Nutzer sind „grandfathered“ – sie können ihre bestehende Installation ohne Einschränkungen weiter nutzen. Wollt ihr allerdings neue Features nutzen oder mehr als fünf Nutzer hinzufügen, benötigt ihr ein Upgrade. Die Entwickler begründen den Schritt damit, dass sie die Software langfristig weiterentwickeln wollen, was ohne Einnahmen schwierig sei.
So nutzt ihr Stirling-PDF
Die Einrichtung ist denkbar einfach. Ihr ladet euch die passende Version für euer Betriebssystem von GitHub herunter. Es gibt mehrere Varianten: Die Desktop-Apps für Windows, macOS oder Linux, Docker-Container für Server-Umgebungen (was für Fachleute) oder die klassische Web-Version, die ihr lokal ausführt.
Was kann Stirling-PDF nicht?
Ehrlich gesagt: Nicht viel. Für 95 Prozent aller PDF-Aufgaben ist Stirling-PDF bestens gerüstet. Professionelle Features wie komplexe Formularerstellung oder ausgefeilte DTP-Funktionen sucht ihr allerdings vergeblich. Auch die Textbearbeitung ist noch rudimentär und im Alpha-Stadium.
Für Privatanwender und kleinere Teams ist das aber völlig ausreichend. Wer wirklich täglich mit komplexen PDF-Workflows arbeitet und erweiterte Profi-Features braucht, wird trotzdem eher zu Adobe Acrobat greifen – allerdings zu einem deutlich höheren Preis.
Für private Nutzer und kleine Teams genügt das allerdings vollkommen. Wer hingegen täglich mit anspruchsvollen PDF-Prozessen arbeitet und auf spezialisierte Funktionen für Profis angewiesen ist, wird weiterhin eher zu Adobe Acrobat tendieren – dann aber zu einem deutlich höheren Preis.
Fazit: Endlich eine echte Alternative
Mit Version 2.0 macht Stirling-PDF den Sprung von der praktischen Web-App zur vollwertigen Desktop-Alternative. Der neue Workflow mit Undo/Redo und nahtloser Operation-Verkettung macht das Arbeiten deutlich angenehmer. Die nativen Desktop-Apps fühlen sich endlich wie „richtige“ Programme an.
Das neue Lizenzmodell ist für Einzelnutzer und kleine Teams kein Problem – ihr könnt Stirling-PDF weiterhin kostenlos nutzen. Größere Unternehmen müssen zwar zahlen, dürften aber angesichts der Funktionsfülle und der flexiblen Deployment-Optionen trotzdem deutlich günstiger wegkommen als mit Adobe-Lizenzen.
Wer eine kostenlose, mächtige und datenschutzfreundliche PDF-Lösung sucht, sollte Stirling-PDF 2.0 definitiv ausprobieren. Die Software findet ihr auf GitHub – einfach nach „Stirling-PDF“ suchen.Wiederholen