Time Machine Ausschlüsse: Dateien und Ordner vom Backup ausschließen

von | 16.01.2013 | Tipps

Apple hat in macOS eine der zuverlässigsten Sicherungs-Funktionen eingebaut: die Time Machine. In regelmäßigen Zeitabständen erstellt sie automatische Backups aller wichtigen Daten auf einem Laufwerk oder einem Netzwerkspeicher, den ihr bei der Einrichtung angebt. Doch manchmal möchtet ihr bestimmte Ordner oder Dateien von der Time Machine ausschließen – etwa temporäre Downloads, große Video-Cache-Dateien oder sensible Dokumente, die nicht gesichert werden sollen.

Die gute Nachricht: Apple hat diese Funktion deutlich zugänglicher gemacht. In macOS Sequoia und den neueren Versionen findet ihr die Time Machine-Einstellungen direkt in den Systemeinstellungen unter einem eigenen Menüpunkt.

Um einzelne Elemente aus der Time Machine von macOS auszuschließen, öffnet ihr zunächst die Systemeinstellungen. Das geht schnell über [Cmd] + [Leertaste] für die Spotlight-Suche – gebt einfach „Time Machine“ ein und klickt den entsprechenden Eintrag an. Alternativ findet ihr Time Machine auch direkt in der Seitenleiste der Systemeinstellungen.

In den Time Machine-Einstellungen seht ihr eure aktuellen Backup-Laufwerke und könnt den Status eurer Sicherungen einsehen. Für die Ausschluss-Optionen klickt ihr auf „Optionen“ oder „Ausschlüsse verwalten“ (je nach macOS-Version kann die Bezeichnung leicht variieren).

Jetzt öffnet sich ein Fenster mit der Liste „Diese Objekte nicht sichern“. Hier sind standardmäßig bereits einige System-Ordner und temporäre Dateien aufgelistet, die Apple automatisch ausschließt. Um eigene Ausschlüsse hinzuzufügen, klickt ihr auf das Pluszeichen unter der Liste.

Es öffnet sich ein Datei-Browser, in dem ihr beliebige Elemente auswählen könnt – einzelne Dateien, komplette Ordner oder sogar ganze Laufwerke. Besonders sinnvoll ist es, folgende Elemente auszuschließen:

  • Download-Ordner mit temporären Dateien
  • Cache-Verzeichnisse von Browsern oder Streaming-Apps
  • Virtuelle Maschinen (diese sind oft mehrere GB groß)
  • Entwickler-Umgebungen wie node_modules-Ordner
  • Große Medienbibliotheken, die bereits anderweitig gesichert sind
  • System-Logs und temporäre Dateien

osx-time-machine-ausschliessen

Nachdem ihr die gewünschten Dateien oder Ordner markiert habt, bestätigt ihr mit „Ausschließen“. Die ausgewählten Elemente erscheinen nun in der Ausschluss-Liste und werden bei zukünftigen Backups übersprungen.

Ein wichtiger Hinweis: Bereits gesicherte Dateien werden nicht automatisch aus bestehenden Backups entfernt, wenn ihr sie nachträglich ausschließt. Sie bleiben in älteren Backup-Versionen erhalten, werden aber bei neuen Sicherungen ignoriert.

Für Power-User gibt es auch eine Terminal-Alternative: Mit dem Befehl „tmutil addexclusion /Pfad/zur/Datei“ könnt ihr Ausschlüsse direkt über die Kommandozeile hinzufügen. Das ist besonders praktisch für Entwickler, die regelmäßig neue Projekte mit großen dependency-Ordnern anlegen.

Seit macOS Monterey unterstützt Time Machine auch mehrere Backup-Laufwerke gleichzeitig. Ihr könnt verschiedene Ausschluss-Listen für verschiedene Backup-Ziele konfigurieren – etwa ein vollständiges Backup auf die externe Festplatte und ein reduziertes Backup in die iCloud.

Wichtig zu beachten ist auch die Größe eurer Backups: Durch clevere Ausschlüsse könnt ihr nicht nur Speicherplatz sparen, sondern auch die Backup-Geschwindigkeit deutlich erhöhen. Gerade bei SSD-Laufwerken mit begrenztem Speicher macht es einen großen Unterschied, ob Time Machine 200 GB oder 500 GB sichern muss.

Falls ihr später doch wieder bestimmte Dateien in die Sicherung aufnehmen möchtet, markiert ihr sie einfach in der Ausschluss-Liste und klickt auf das Minus-Symbol. Die Dateien werden dann bei der nächsten Sicherung wieder berücksichtigt.

Ein Profi-Tipp zum Schluss: Überprüft regelmäßig eure Ausschluss-Liste, besonders nach größeren macOS-Updates. Manchmal ändern sich Pfade oder es kommen neue temporäre Ordner hinzu, die ihr ebenfalls ausschließen möchtet. So haltet ihr eure Time Machine-Backups schlank und effizient.

Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026