Die Zeiten, in denen man iTunes Radio nur über komplizierte Workarounds nutzen konnte, sind längst vorbei. Apple hat seine Musik-Strategie grundlegend geändert und bietet heute mit Apple Music einen umfassenden Streaming-Service, der auch in Deutschland verfügbar ist. Doch es gibt noch weitere spannende Alternativen und Methoden, um das Beste aus Apples Audio-Angebot herauszuholen.
Seit 2015 hat Apple iTunes Radio in Apple Music integriert und gleichzeitig den Service global ausgerollt. Das bedeutet: Ihr könnt heute ohne VPN-Tricks oder gefälschte US-Adressen auf Apples Radio-Angebot zugreifen. Apple Music bietet über 100 kuratierte Radiosender, darunter den bekannten Apple Music 1 (ehemals Beats 1), Apple Music Hits und Apple Music Country.
Was Apple Music Radio heute bietet
Apple Music Radio ist weit mehr als das ursprüngliche iTunes Radio. Der Service umfasst drei Hauptbereiche: Live-Radiosender mit echten DJs, algorithmus-basierte Sender zu verschiedenen Genres und personalisierte Stationen basierend auf euren Hörgewohnheiten. Besonders Apple Music 1 hat sich zu einem echten Kulturphänomen entwickelt, mit Sendungen von Künstlern wie Drake, Billie Eilish oder The Weeknd.
Der große Vorteil: Alle Radiosender sind auch ohne kostenpflichtiges Apple Music Abo verfügbar. Ihr braucht lediglich eine kostenlose Apple-ID. Die Live-Sender wie Apple Music 1 könnt ihr sogar über den Webbrowser auf music.apple.com anhören, ohne iTunes oder die Music-App installieren zu müssen.
Apple Music vs. Spotify und Co.
Mit über 100 Millionen Songs konkurriert Apple Music heute direkt mit Spotify, Amazon Music und anderen großen Streaming-Diensten. Die Integration in das Apple-Ökosystem ist dabei ein klarer Vorteil: Handoff zwischen iPhone, Mac und Apple TV funktioniert nahtlos, Siri kann Musik steuern und mit AirPlay lässt sich der Sound einfach auf andere Geräte übertragen.
Besonders interessant ist die Spatial Audio-Unterstützung mit Dolby Atmos, die Apple stark vorantreibt. Über kompatible Kopfhörer wie die AirPods Pro oder AirPods Max erlebt ihr Musik in einer neuen Dimension. Auch Lossless Audio bis hin zu Hi-Res-Qualität ist ohne Aufpreis verfügbar – ein Vorteil gegenüber Spotify.
Kostenlose Alternativen zu Apple Music
Wer nicht für einen Streaming-Service zahlen möchte, hat trotzdem Optionen. Neben den kostenlosen Apple Music Radio-Sendern gibt es zahlreiche andere Internetradio-Dienste. TuneIn Radio bietet Zugang zu tausenden Radiosendern weltweit, SoundCloud hat eine große Community-basierte Musikauswahl und YouTube Music bietet eine kostenlose, werbefinanzierte Variante.
Spotify Free ist ebenfalls eine Option, auch wenn die Einschränkungen spürbar sind: Shuffle-Modus, begrenzte Skips und Werbung alle paar Songs. Dafür ist die Musikauswahl riesig und die Playlists sind oft besser kuratiert als bei der Konkurrenz.
So nutzt ihr Apple Music Radio heute
Der Zugang ist denkbar einfach: Ladet die Apple Music App auf iOS/Android herunter oder nutzt iTunes auf dem Computer. Alternativ geht ihr auf music.apple.com. Mit einer kostenlosen Apple-ID könnt ihr sofort die Radiosender anhören. Für die vollen Funktionen wie On-Demand-Streaming, Downloads und werbefreies Hören zahlt ihr 10,99 Euro monatlich.
Tipp: Apple bietet regelmäßig kostenlose Probemonate an, oft sogar drei bis sechs Monate bei Gerätekäufen. Studenten zahlen nur 5,99 Euro, Familien 16,99 Euro für bis zu sechs Personen.
Die Zukunft des Audio-Streamings
Apple arbeitet intensiv an neuen Audio-Technologien. Neben Spatial Audio experimentiert das Unternehmen mit personalisierten Playlists durch maschinelles Lernen, verbesserten Empfehlungsalgorithmen und tieferer Integration in andere Apple-Services. Auch Podcasts werden immer wichtiger – Apple Podcasts ist bereits einer der größten Anbieter weltweit.
Die Zeit der umständlichen Workarounds ist definitiv vorbei. Heute habt ihr die Qual der Wahl zwischen verschiedenen hochwertigen Streaming-Services, von denen viele auch kostenlose Optionen bieten. Apple Music Radio ist dabei eine solide Wahl, besonders wenn ihr bereits im Apple-Ökosystem unterwegs seid.
Zuletzt aktualisiert am 17.04.2026

