In den Android-Menüs lassen sich längst nicht alle Kommandos erreichen. Viele Befehle sind nur über spezielle Codes aufrufbar, die direkt in die Telefon-App eures Android-Smartphones eingetippt werden. Diese versteckten Funktionen sind oft Überbleibsel aus der Entwicklung oder dienen Technikern zur Diagnose.
Zu den wichtigsten Geheimcodes, die auch 2026 noch auf vielen Android-Geräten funktionieren, zählen:
- Version des Dienstmodus-Typs anzeigen: *#1111#
- Hardware-Test-Menü (Touch, Display, Sensoren): *#0*#
- Firmware-Version und Updates anzeigen: *#2663#
- Erweiterte Kamera-Einstellungen: *#34971539#
- GSM-Netzwerk-Informationen: *#0011#
- IMEI-Nummer anzeigen: *#06#
- GPS-Test und Satelliten-Status: *#*#1472365#*#*
- WiFi-Informationen und Tests: *#*#526#*#*
- Bluetooth-Test-Modus: *#*#232331#*#*
- Proximity-Sensor testen: *#*#0588#*#*
Der Android-Roboter basiert auf von Google erstellten und freigegebenen Werken und wird laut Bestimmungen der Creative Commons 3.0 Namensnennungs-Lizenz verwendet.
Was ihr beachten solltet
Nicht alle Codes funktionieren auf jedem Gerät. Samsung, Xiaomi, OnePlus und andere Hersteller haben oft eigene Code-Sets oder haben bestimmte Funktionen deaktiviert. Besonders bei neueren Android-Versionen (Android 12-15) sind viele klassische Codes aus Sicherheitsgründen blockiert.
Einige Codes öffnen Menüs, die für Endnutzer nicht gedacht sind. Hier solltet ihr vorsichtig sein und nichts verstellen, was ihr nicht versteht. Besonders in Service-Menüs könnt ihr im schlimmsten Fall euer Gerät beschädigen.
Praktische Anwendungen
Der Hardware-Test (#0#) ist besonders nützlich beim Kauf gebrauchter Smartphones. Hier könnt ihr Display, Touchscreen, Lautsprecher, Vibration, Kameras und Sensoren systematisch durchprüfen.
Die IMEI-Abfrage (*#06#) hilft bei Versicherungsfällen oder wenn ihr prüfen wollt, ob ein Gerät gestohlen ist. Die 15-stellige IMEI ist der eindeutige Fingerabdruck eures Smartphones.
Neue Entwicklungen
Google hat in den letzten Jahren den Zugang zu vielen System-Informationen über reguläre Einstellungen verbessert. Unter „Einstellungen > Über das Telefon“ findet ihr mittlerweile viele Informationen, die früher nur über Codes abrufbar waren.
Alternativ gibt es Apps wie „AIDA64“ oder „Device Info HW“, die Systeminformationen übersichtlich darstellen – ohne dass ihr geheimnisvolle Codes eingeben müsst.
Herstellerspezifische Codes
Samsung-Geräte haben oft eigene Codes wie *#0228# für Akku-Informationen oder *#9900# für den System-Dump-Modus. Bei Xiaomi/MIUI funktionieren klassische Codes seltener, da der Hersteller viele Funktionen in eigene Menüs integriert hat.
HTC, LG (historisch) und Sony haben ebenfalls eigene Code-Sets entwickelt. Eine Garantie für Funktionalität gibt es nie – es ist immer ein Experimentieren.
Sicherheitsaspekte
Moderne Android-Versionen schränken den Zugriff auf kritische Systemfunktionen stark ein. Das ist gut für die Sicherheit, bedeutet aber auch, dass viele alte Codes nicht mehr funktionieren. Google hat erkannt, dass offene Debug-Menüs ein Sicherheitsrisiko darstellen können.
Bei Root-Zugriff oder Custom-ROMs sind oft mehr Codes verfügbar – aber das geht zulasten der Systemsicherheit und Garantie.
Fazit
Die geheimen Android-Codes sind ein Relikt aus der frühen Smartphone-Ära, als Hersteller weniger auf Nutzerfreundlichkeit und mehr auf Funktionalität setzten. Auch wenn viele Codes heute nicht mehr funktionieren, sind sie ein interessanter Einblick in die verborgenen Funktionen eures Geräts. Probiert sie aus – aber immer mit der nötigen Vorsicht.
Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026

