Versteckter Android Akku-Check: So prüft ihr den Akku-Zustand

von | 16.08.2016 | Hardware

Wenn der Akku eures Android-Smartphones immer schneller schlapp macht, liegt das meist an nachlassender Kapazität. Mit einem cleveren Trick könnt ihr sofort prüfen, wie es um die Gesundheit eures Akkus steht – ohne zusätzliche Apps oder komplizierte Einstellungen.

In jedem Android-Gerät ist ein verstecktes Diagnose-Menü eingebaut, das ihr über einen speziellen Code erreicht. Dieser Service-Modus zeigt euch detaillierte Informationen über den Akku-Zustand, die Temperatur und die aktuelle Kapazität.

So geht’s: Öffnet die Telefon-App und tippt folgenden Code ein:

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Bei den meisten Android-Geräten öffnet sich automatisch ein Menü mit verschiedenen Diagnose-Optionen. Wählt dort „Akku-Informationen“ oder „Battery Information“ aus.

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Was die Werte bedeuten:

Der wichtigste Wert ist der „Akku-Zustand“ oder „Battery Health“. Hier sollte unbedingt „Good“ oder „OK“ stehen. Steht dort „Replace“ oder „Poor“, ist es höchste Zeit für einen neuen Akku.

Die Temperatur zeigt euch, ob der Akku überhitzt. Normal sind Werte zwischen 20 und 40 Grad Celsius. Bei dauerhaft über 45 Grad solltet ihr das Gerät checken lassen.

Besonders interessant ist die Kapazität in mAh (Milliamperestunden). Vergleicht diesen Wert mit der ursprünglichen Kapazität eures Smartphones. Liegt der aktuelle Wert deutlich darunter, hat der Akku bereits an Leistung verloren.

Alternative Methoden für moderne Android-Versionen:

Bei neueren Android-Versionen (ab Android 11) funktioniert der klassische Code nicht immer. Hier helfen diese Alternativen:

  1. Über die Einstellungen: Geht zu Einstellungen > Akku > Akkuzustand (je nach Hersteller unterschiedlich benannt)

  2. Hersteller-Apps: Samsung bietet „Samsung Members“, OnePlus hat „OnePlus Diagnostic“ und Xiaomi nutzt „Mi Mover“ für Akku-Diagnosen

  3. ADB-Kommandos: Tech-versierte Nutzer können über die Android Debug Bridge den Befehl „adb shell dumpsys battery“ nutzen

Wann solltet ihr handeln?

Ein Akku gilt als verschlissen, wenn er nur noch 80 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität erreicht. Das merkt ihr meist daran, dass das Smartphone bei gleicher Nutzung deutlich früher leer ist als früher.

Weitere Warnsignale sind: Das Gerät wird beim Laden sehr heiß, der Akku bläht sich auf (erkennbar am sich wölbenden Display oder Gehäuse) oder das Smartphone schaltet sich bei noch angezeigter Restladung plötzlich aus.

Akku-Lebensdauer verlängern:

Um die Lebensdauer eures Akkus zu maximieren, beachtet diese Tipps:

  • Vermeidet extreme Temperaturen (sowohl Hitze als auch Kälte)
  • Ladet das Smartphone am besten zwischen 20 und 80 Prozent
  • Nutzt das Original-Ladegerät oder zertifizierte Alternativen
  • Aktiviert den Energiesparmodus bei niedrigem Akkustand
  • Schließt ungenutzte Apps und reduziert die Display-Helligkeit

Was tun bei defektem Akku?

Bei modernen Smartphones mit fest verbautem Akku führt kein Weg am Fachmann vorbei. Die Reparatur kostet meist zwischen 50 und 150 Euro – deutlich günstiger als ein neues Gerät.

Wichtig: Versucht niemals, einen aufgeblähten Akku selbst zu wechseln. Das kann gefährlich werden und sollte unbedingt von Profis gemacht werden.

Der versteckte Akku-Check ist ein praktisches Tool, um frühzeitig zu erkennen, wann eine Reparatur nötig wird. So könnt ihr rechtzeitig handeln, bevor das Smartphone komplett den Geist aufgibt.

Zuletzt aktualisiert am 07.04.2026