Wie warm wird es? Gibt es Regen? Das sind meist die einzigen Fragen, die uns bei der Wettervorhersage interessieren. Hin und wieder dürfen es auch noch Infos zur Windgeschwindigkeit sein – aber das war es dann auch schon. Dabei haben Wetterdienste noch so viel mehr spannende Details zu den aktuellen Bedingungen am Ort und auf der ganzen Welt zu erzählen.
Windy sammelt diese Daten von verschiedenen Vorhersagediensten und stellt sie gekonnt auf einem interaktiven Globus dar: Temperaturen, Luftdrücke, Windrichtungen und -geschwindigkeiten, Wolkendichte und Regenmengen, Schneefall, sogar Meeresströmungen und noch einiges mehr zeigt Windy mit Hilfe von farbigen Overlays und animierten Pfeilen an.
Das ehemalige Windyty hat sich in den letzten Jahren zu einem der präzisesten Wetterdienste weltweit entwickelt. Die Plattform nutzt mittlerweile über 40 verschiedene Wettermodelle, darunter das hochpräzise ECMWF-Modell und das amerikanische GFS-System. Die Vorhersagen reichen bis zu 14 Tage in die Zukunft und werden alle sechs Stunden aktualisiert.
Besonders beeindruckend sind die Layer für extreme Wetterereignisse: Hurrikane, Taifune und Wirbelstürme lassen sich in Echtzeit verfolgen. Blitzschläge werden live auf der Karte angezeigt, Waldbrände und ihre Rauchentwicklung sind ebenso sichtbar wie Luftqualitätsindizes in Großstädten weltweit. Sogar UV-Strahlung, Pollenflug und Luftfeuchtigkeit gehören zum umfangreichen Datenangebot.
Der Nutzer schaltet über ein übersichtliches Menü zwischen verschiedenen Ansichten und auch zwischen verschiedenen Maßeinheiten hin und her. So lassen sich Temperaturen in Grad Celsius oder Grad Fahrenheit, Wellenhöhen in Metern oder Fuß und Windgeschwindigkeiten in Kilometern pro Stunde, Meter pro Sekunde, Knoten oder sogar anhand der Beaufortskala anzeigen – und das nicht nur direkt an der Erdoberfläche, sondern auch in verschiedenen Höhen. Bis zu 13,5 Kilometern geht es in der Troposphäre nach oben.
Mit der Maus navigiert der Nutzer über den Erdball und lässt sich etwa die aktuellen klimatischen Konditionen in der Antarktis, in der Mongolei oder mitten auf dem Atlantik darstellen. Mit einem Klick markiert er einen Ort auf der Karte, ein kleines Popup informiert sofort über Temperatur, Luftdruck oder Niederschlag – je nachdem, welches Overlay der Anwender gerade aktiviert hat. Ein weiterer Klick öffnet eine Seitenleiste mit einer sehr genauen Wettervorhersage für die nächsten Tage sowie Links zu Webcams aus der Region.
Neu hinzugekommen ist die KI-gestützte Wetteranalyse, die ungewöhnliche Wettermuster automatisch erkennt und Warnungen ausgibt. Die Mobile App synchronisiert sich nahtlos mit der Desktop-Version und bietet Push-Benachrichtigungen für Unwetterwarnungen am eigenen Standort.
Für Profis besonders interessant: Windy zeigt jetzt auch Radardaten von über 200 Wetterstationen weltweit an. Piloten nutzen die detaillierten Turbulenzkarten und Vereisungsvorhersagen. Segler profitieren von präzisen Windvorhersagen und Wellenhöhenprognosen. Sogar die Sichtweite wird für verschiedene Höhenlagen angezeigt.
Die Premium-Version bietet zusätzlich Wetterhistorien, erweiterte Radarbilder und werbefreie Nutzung. Für 19 Euro pro Jahr erhalten Nutzer Zugang zu Ensemble-Modellen, die die Unsicherheit von Wettervorhersagen transparent machen.
Besonders beeindruckend ist die Darstellung von Klimawandel-Effekten: Meerestemperaturen, Eisbedeckung der Arktis und sogar Jetstream-Verläufe werden visualisiert. So wird Windy zur Bildungsplattform für alle, die den Klimawandel verstehen wollen.
Mit Windy erkunden auch meteorologische Laien das Klima auf unserem Planeten auf sehr ansprechende und detaillierte Weise. Die Plattform hat sich von einem netten Gimmick zu einem professionellen Werkzeug entwickelt, das selbst Meteorologen täglich nutzen.
Zuletzt aktualisiert am 06.04.2026

