iPhone 7: Der unterschätzte Revolutionär von 2016

von | 08.09.2016 | Tipps

Wenn Apple neue Geräte vorstellt, schauen alle gebannt nach Cupertino. Das war schon 2016 beim iPhone 7 so – und heute, acht Jahre später, ist dieses historische Smartphone zu einem wichtigen Wendepunkt in der iPhone-Geschichte geworden. Zeit für einen Rückblick auf das Gerät, das den Mut zum Bruch mit Traditionen bewies.

Das iPhone 7 mag damals nicht der große Knall gewesen sein, aber rückblickend war es revolutionärer als gedacht. Was 2016 noch kontrovers diskutiert wurde – der Verzicht auf die Kopfhörerbuchse – setzte einen Industriestandard. Heute haben fast alle Premium-Smartphones keine 3,5mm-Klinke mehr. Apple hatte recht, auch wenn es damals schmerzte.

iPhone7

Die Dual-Kamera als Vorreiter

Die verbesserte Kamera des iPhone 7 Plus war wegweisend – auch wenn Apple damals Software-Features nachreichen musste. Das Dual-Kamera-System mit zweifachem optischem Zoom und Portrait-Modus legte den Grundstein für die heutige Smartphone-Fotografie. Was 2016 noch experimentell war, ist heute Standard: Jedes moderne iPhone nutzt mehrere Kameras für bessere Fotos.

Der damalige Portrait-Modus mit künstlicher Tiefenschärfe wirkt aus heutiger Sicht simpel. Moderne iPhones wie das iPhone 15 Pro bieten Cinematic Mode, Action Mode und ProRAW – Funktionen, die auf der Dual-Kamera-Innovation des iPhone 7 Plus aufbauen. Die Computational Photography, die Apple 2016 einführte, ist heute das Herzstück jeder Smartphone-Kamera.

iPhone7 Linse Kamera

Wasserdichtigkeit wurde zum Standard

Was 2016 noch besonders war – ein wasserdichtes iPhone – ist heute selbstverständlich. Die IP67-Zertifizierung des iPhone 7 war der Startschuss für robuste Apple-Geräte. Aktuelle iPhones übertreffen das mit IP68-Rating deutlich und überstehen sogar Tauchgänge bis 6 Meter Tiefe.

Die damals eingeführten Stereo-Lautsprecher haben sich ebenfalls bewährt. Moderne iPhones bieten räumliches Audio und Dolby Atmos – Technologien, die auf dem Dual-Speaker-Setup des iPhone 7 aufbauen.

Foto TIefenschärfe

Der Kopfhörer-Wandel veränderte eine Industrie

Der Wegfall der 3,5mm-Buchse war 2016 der größte Aufreger. Heute nutzen Milliarden Menschen drahtlose Kopfhörer. Die AirPods, die zusammen mit dem iPhone 7 debütierten, revolutionierten den Audio-Markt. True Wireless wurde vom Nischensegment zum Massenmarkt.

Der mitgelieferte Lightning-auf-Klinke-Adapter ist längst Geschichte. Aktuelle iPhones setzen vollständig auf USB-C (seit iPhone 15) und drahtlose Verbindungen. Was als „Mut“ kritisiert wurde, erwies sich als visionär.

Apple Watch als Gesundheits-Revolution

Die Apple Watch Series 2 von 2016 war erst der Anfang. GPS und Wasserdichtigkeit legten den Grundstein für das heutige Gesundheits-Ökosystem von Apple. Die aktuelle Apple Watch Series 9 und Ultra 2 bieten EKG-Messungen, Blutsauerstoff-Monitoring und Sturzerkennung – Features, die Leben retten.

Die damaligen Akku-Probleme sind Geschichte. Moderne Apple Watches halten locker 18 Stunden durch, die Ultra-Modelle sogar bis zu 72 Stunden. Aus dem teuren Gadget wurde ein medizinisches Gerät, das von Ärzten empfohlen wird.

Apple Watch

Preise und Marktposition heute

Die 1.200 Euro für ein iPhone 7 Plus mit 256 GB wirkten 2016 teuer. Heute kostet ein iPhone 15 Pro Max mit 1TB über 1.800 Euro. Apple hat erfolgreich den Premium-Markt ausgebaut, während günstige Alternativen das untere Segment bedienen.

Das iPhone 7 erhielt übrigens noch bis 2022 iOS-Updates – ein Beweis für Apples Software-Support. Sechs Jahre Updates waren 2016 undenkbar, heute Standard bei Apple.

Das Erbe des iPhone 7

Rückblickend war das iPhone 7 mutiger als gedacht. Es etablierte Trends, die heute selbstverständlich sind: Keine Kopfhörerbuchse, Dual-Kameras, Wasserdichtigkeit und drahtlose Audio-Ökosysteme. Was als evolutionäre Weiterentwicklung galt, legte das Fundament für die moderne Smartphone-Ära.

Für alle, die 2016 skeptisch waren: Apple behielt recht. Der Verzicht auf vermeintlich unverzichtbare Features kann Innovation fördern. Eine Lektion, die auch für zukünftige Technologie-Entscheidungen relevant bleibt.

Zuletzt aktualisiert am 06.04.2026