Wenn Apple neue Geräte vorstellt, schauen alle gebannt nach Cupertino. Das war schon 2016 beim iPhone 7 so – und heute, acht Jahre später, ist dieses historische Smartphone zu einem wichtigen Wendepunkt in der iPhone-Geschichte geworden. Zeit für einen Rückblick auf das Gerät, das den Mut zum Bruch mit Traditionen bewies.
Das iPhone 7 mag damals nicht der große Knall gewesen sein, aber rückblickend war es revolutionärer als gedacht. Was 2016 noch kontrovers diskutiert wurde – der Verzicht auf die Kopfhörerbuchse – setzte einen Industriestandard. Heute haben fast alle Premium-Smartphones keine 3,5mm-Klinke mehr. Apple hatte recht, auch wenn es damals schmerzte.
Die Dual-Kamera als Vorreiter
Die verbesserte Kamera des iPhone 7 Plus war wegweisend – auch wenn Apple damals Software-Features nachreichen musste. Das Dual-Kamera-System mit zweifachem optischem Zoom und Portrait-Modus legte den Grundstein für die heutige Smartphone-Fotografie. Was 2016 noch experimentell war, ist heute Standard: Jedes moderne iPhone nutzt mehrere Kameras für bessere Fotos.
Der damalige Portrait-Modus mit künstlicher Tiefenschärfe wirkt aus heutiger Sicht simpel. Moderne iPhones wie das iPhone 15 Pro bieten Cinematic Mode, Action Mode und ProRAW – Funktionen, die auf der Dual-Kamera-Innovation des iPhone 7 Plus aufbauen. Die Computational Photography, die Apple 2016 einführte, ist heute das Herzstück jeder Smartphone-Kamera.
Wasserdichtigkeit wurde zum Standard
Was 2016 noch besonders war – ein wasserdichtes iPhone – ist heute selbstverständlich. Die IP67-Zertifizierung des iPhone 7 war der Startschuss für robuste Apple-Geräte. Aktuelle iPhones übertreffen das mit IP68-Rating deutlich und überstehen sogar Tauchgänge bis 6 Meter Tiefe.
Die damals eingeführten Stereo-Lautsprecher haben sich ebenfalls bewährt. Moderne iPhones bieten räumliches Audio und Dolby Atmos – Technologien, die auf dem Dual-Speaker-Setup des iPhone 7 aufbauen.
Der Kopfhörer-Wandel veränderte eine Industrie
Der Wegfall der 3,5mm-Buchse war 2016 der größte Aufreger. Heute nutzen Milliarden Menschen drahtlose Kopfhörer. Die AirPods, die zusammen mit dem iPhone 7 debütierten, revolutionierten den Audio-Markt. True Wireless wurde vom Nischensegment zum Massenmarkt.
Der mitgelieferte Lightning-auf-Klinke-Adapter ist längst Geschichte. Aktuelle iPhones setzen vollständig auf USB-C (seit iPhone 15) und drahtlose Verbindungen. Was als „Mut“ kritisiert wurde, erwies sich als visionär.
Apple Watch als Gesundheits-Revolution
Die Apple Watch Series 2 von 2016 war erst der Anfang. GPS und Wasserdichtigkeit legten den Grundstein für das heutige Gesundheits-Ökosystem von Apple. Die aktuelle Apple Watch Series 9 und Ultra 2 bieten EKG-Messungen, Blutsauerstoff-Monitoring und Sturzerkennung – Features, die Leben retten.
Die damaligen Akku-Probleme sind Geschichte. Moderne Apple Watches halten locker 18 Stunden durch, die Ultra-Modelle sogar bis zu 72 Stunden. Aus dem teuren Gadget wurde ein medizinisches Gerät, das von Ärzten empfohlen wird.
Preise und Marktposition heute
Die 1.200 Euro für ein iPhone 7 Plus mit 256 GB wirkten 2016 teuer. Heute kostet ein iPhone 15 Pro Max mit 1TB über 1.800 Euro. Apple hat erfolgreich den Premium-Markt ausgebaut, während günstige Alternativen das untere Segment bedienen.
Das iPhone 7 erhielt übrigens noch bis 2022 iOS-Updates – ein Beweis für Apples Software-Support. Sechs Jahre Updates waren 2016 undenkbar, heute Standard bei Apple.
Das Erbe des iPhone 7
Rückblickend war das iPhone 7 mutiger als gedacht. Es etablierte Trends, die heute selbstverständlich sind: Keine Kopfhörerbuchse, Dual-Kameras, Wasserdichtigkeit und drahtlose Audio-Ökosysteme. Was als evolutionäre Weiterentwicklung galt, legte das Fundament für die moderne Smartphone-Ära.
Für alle, die 2016 skeptisch waren: Apple behielt recht. Der Verzicht auf vermeintlich unverzichtbare Features kann Innovation fördern. Eine Lektion, die auch für zukünftige Technologie-Entscheidungen relevant bleibt.
Zuletzt aktualisiert am 06.04.2026




