Sichere Suche im Safari-Browser: Datenschutz-Alternativen zu Google

von | 12.02.2017 | macOS

Beim Safari-Browser wird standardmäßig bei Google gesucht. Wer nicht will, dass der US-Riese Buch über die Such-Anfragen führen kann, kann einen alternativen Such-Anbieter festlegen, der bei Eingabe eines Begriffs aufgerufen wird.

Die Optionen für die Suche lassen sich in den Safari-Einstellungen festlegen. Hier die Schritte im Einzelnen:

  1. Als Erstes unten im Dock auf das Safari-Symbol klicken.
  2. Jetzt oben im Safari-Menü die Einstellungen aufrufen.
  3. Hier zum Bereich Suchen navigieren.
  4. Dort wird die Option Such-Maschine auf DuckDuckGo festgelegt.

Der Vorteil von DuckDuckGo: Über diesen Anbieter getätigte Recherchen können nicht in Zusammenhang mit dem eigenen Surf-Verhalten oder Account gebracht werden.

Warum alternative Suchmaschinen 2026 wichtiger sind denn je

Die Landschaft der Suchmaschinen hat sich seit 2017 dramatisch verändert. Google dominiert zwar weiterhin mit über 90% Marktanteil, doch die Kritik an der Datensammelwut und dem Tracking-Verhalten wird immer lauter. Gleichzeitig haben alternative Suchmaschinen massiv aufgeholt und bieten inzwischen vergleichbare Suchergebnisse.

Die besten Google-Alternativen für Safari

Neben DuckDuckGo stehen euch in Safari 2026 weitere privacy-freundliche Optionen zur Verfügung:

DuckDuckGo bleibt der Klassiker unter den privaten Suchmaschinen. Die Suchqualität hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. DuckDuckGo sammelt keine persönlichen Daten, erstellt keine Nutzerprofile und zeigt allen Nutzern die gleichen Suchergebnisse für identische Anfragen.

Startpage nutzt die Suchergebnisse von Google, aber ohne das Tracking. Ihr erhaltet also Googles Suchqualität, aber ohne dass eure Daten gespeichert werden. Startpage sitzt in den Niederlanden und unterliegt damit der DSGVO.

Ecosia pflanzt mit euren Suchanfragen Bäume. Die deutsche Suchmaschine verwendet Bing-Ergebnisse und investiert ihre Gewinne in Aufforstungsprojekte weltweit. Auch hier wird auf Tracking verzichtet.

Brave Search kommt vom Macher des Brave-Browsers und baut einen eigenen Suchindex auf. Die Ergebnisse werden immer besser und die Privatsphäre steht im Mittelpunkt.

So ändert ihr die Suchmaschine auf iPhone und iPad

Auf iOS-Geräten funktioniert der Wechsel etwas anders:

  1. Einstellungen-App öffnen
  2. Nach unten zu Safari scrollen und antippen
  3. Suchmaschine wählen
  4. Gewünschte Alternative auswählen

Die verfügbaren Optionen sind dieselben wie auf dem Mac: Google, Bing, Yahoo, DuckDuckGo und Ecosia.

Erweiterte Privatsphäre-Einstellungen in Safari

Um eure Privatsphäre noch besser zu schützen, solltet ihr diese Safari-Features aktivieren:

Intelligenter Tracking-Schutz: Safari blockiert automatisch Cross-Site-Tracking und verhindert, dass Werbefirmen euch durchs Web verfolgen. Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert, aber ihr könnt sie in den Einstellungen unter „Datenschutz & Sicherheit“ kontrollieren.

Private Relay: Apples VPN-ähnlicher Service (Teil von iCloud+) verschleiert eure IP-Adresse und verschlüsselt euren Traffic. Aktiviert wird er in den iCloud-Einstellungen.

Suchanfragen in privater Suche verbergen: Verhindert, dass Suchvorschläge an die Suchmaschine gesendet werden, während ihr tippt.

Website-Tracking verhindern: Fordert Websites auf, euch nicht zu verfolgen. Nicht alle Seiten respektieren diese Einstellung, aber es ist ein zusätzlicher Schutz.

Die Realität alternativer Suchmaschinen

Seid ehrlich zu euch selbst: Für sehr spezielle oder lokale Suchanfragen liefert Google oft noch die besten Ergebnisse. Ihr müsst also nicht komplett auf Google verzichten. Nutzt DuckDuckGo oder andere Alternativen für eure Standard-Suchen und wechselt zu Google, wenn ihr nicht findet, was ihr sucht.

Ein Trick: Ihr könnt in DuckDuckGo „!g“ vor eure Suchanfrage setzen und werdet direkt zu Google weitergeleitet. So habt ihr das Beste aus beiden Welten.

Fazit

Der Wechsel zu einer privatsphäre-freundlichen Suchmaschine ist 2026 einfacher und sinnvoller denn je. Die Suchqualität alternativer Anbieter hat sich stark verbessert, während die Bedenken bezüglich Datenschutz bei den großen Tech-Konzernen gewachsen sind. Probiert es einfach aus – ihr könnt jederzeit zurückwechseln.

Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026