Die guten alten Giveaways

von | 23.11.2017 | Digital

Werbung? Online! Das ist für viele heute ein selbstverständlicher Reflex. Auf den ersten Blick einleuchtend, denn nirgendwo sonst kann man so einfach so gezielt bestimmte Zielgruppen ansprechen – und auch noch gleich den Erfolg überwachen. Denn ob jemand auf einen Link klickt oder sogar etwas bestellt oder einkauft, ist in der Onlinewelt sofort sichtbar.

Doch manchmal sind es die analogen Wege, die uns überraschen. Heute war ich beim Arzt, und der hat mir Giveaways ausgehändigt. Praktische Stifte, nicht nur zum Schreiben, sondern auch um damit Touchscreens bedienen zu können. Eine kleine LED-Taschenlampe ist auch eingebaut. Natürlich ist der Name der Praxis samt Kontaktdaten und QR-Code für die Online-Terminbuchung im Stift eingraviert.

Man kann alles Mögliche verschenken | Fotolia

 

Es wird nicht so sein, dass ich im Notfall nach dem Stift suche, aber dadurch, dass ich immer wieder drauf schaue, entsteht ein gewisses Vertrauen. Eine Form von physischem Remarketing, wenn man so möchte. Ich bin schon Kunde – und werde immer wieder daran erinnert, dass ich es auch bleiben sollte.

In Zeiten von Adblocker-Software, Cookie-Verboten und zunehmender Werbeblindheit im Digitalen erleben klassische Werbegeschenke geradezu eine Renaissance. Die Berührung, das haptische Erlebnis – das kann keine Push-Notification oder Display-Anzeige ersetzen. Studien zeigen: Menschen erinnern sich bis zu 80% länger an Marken, wenn sie ein physisches Werbemittel erhalten haben.

Moderne Giveaways verbinden geschickt beide Welten. USB-Sticks mit nachhaltigen Materialien aus Bambus oder recyceltem Ozeanplastik, Powerbanks mit Wireless-Charging-Funktion, Bluetooth-Lautsprecher im Taschenformat oder smarte Notizblöcke, die handgeschriebene Notizen digitalisieren – die Möglichkeiten sind heute vielfältiger denn je.

Besonders clever: NFC-Tags in Werbegeschenken. Ein kurzer Tap mit dem Smartphone auf den Kugelschreiber oder die Tasse, und schon öffnet sich die Website, der Instagram-Account oder ein exklusiver Rabattcode. So wird aus dem analogen Gegenstand ein digitaler Türöffner.

Es gibt viele Onlineshops, wo man solche Werbeartikel bestellen kann. Tassen bedrucken, T-Shirts mit nachhaltigen Druckverfahren beschriften, Kugelschreiber aus recycelten Materialien gravieren, USB-Sticks mit dem eigenen Logo branden… Es gibt viele Möglichkeiten, wie man hier bei Maxilia.de als Beispiel sehen kann. Hier bekommt man nicht nur Giveaways angeboten, sondern regelrechte Kampagnen. Finde ich schlau.

Die Personalisierung geht heute weit über simple Gravuren hinaus. Dank digitaler Drucktechnologien lassen sich auch Kleinauflagen wirtschaftlich mit individuellen Namen, QR-Codes oder sogar personalisierten Botschaften versehen. Künstliche Intelligenz hilft dabei, aus Kundendaten die passenden Geschenke zu ermitteln.

Ein Trend, der sich durchsetzt: Nachhaltigkeit als Markenbotschaft. Samenpapier-Visitenkarten, die zu Blumen werden, Stifte aus Weizenstroh, Taschen aus recycelten PET-Flaschen oder Powerbanks mit Solarpanel. Das Werbegeschenk wird zum Statement für Umweltbewusstsein.

Interessant ist auch der psychologische Aspekt: Das Prinzip der Reziprozität funktioniert noch immer. Wer etwas geschenkt bekommt, fühlt sich unbewusst verpflichtet, etwas zurückzugeben – sei es Aufmerksamkeit, Loyalität oder einen Kauf. Dieses uralte Prinzip wirkt auch im digitalen Zeitalter.

Der Messbarkeit von Online-Werbung können physische Giveaways heute durchaus Paroli bieten. QR-Codes auf Werbegeschenken führen zu trackbaren Landing-Pages, NFC-Tags zählen Interaktionen, und spezielle Promo-Codes zeigen genau, welche Conversion durch welches Werbemittel entstanden ist.

Ein weiterer Vorteil: Die Lebensdauer. Während Online-Anzeigen nach Sekunden vergessen sind, begleitet ein nützliches Werbegeschenk den Empfänger oft monatelang. Jede Nutzung ist ein kostenloser Werbekontakt – ohne weitere Klickkosten oder Impression-Gebühren.

Ich überlege gerade, welches Giveaway ich vielleicht Freunden, Kunden oder Gästen demnächst anbieten könnte. Ein USB-Stick in Buchform für den Bildungsbereich? Ein Smartphone-Halter aus Karton für Videokonferenzen? Oder vielleicht ein kleiner Bluetooth-Tracker, damit niemand mehr seine Schlüssel verliert? Die Möglichkeiten sind endlos – und oft überraschend wirksam.

Ideen? Vorschläge? Teilt gerne eure Erfahrungen mit physischen Werbegeschenken in der digitalen Welt!

Zuletzt aktualisiert am 31.03.2026