Zur Verwaltung von Datensätzen, die miteinander in einer bestimmten Beziehung stehen, eignet sich das Datenbank-Programm Access aus Microsoft 365 optimal. Allerdings lassen sich die Daten hier weniger flexibel auswerten als in Excel. Der Export von Access-Tabellen nach Excel ist daher ein häufig genutzter Workflow – und funktioniert in den aktuellen Office-Versionen einfacher denn je.
Der Export von Access-Datensätzen nach Excel (aktuelle Microsoft 365-Version oder Excel 2024) gelingt mit wenigen Schritten. Die grundlegende Funktionalität ist auch in älteren Excel-Versionen verfügbar, allerdings bieten neuere Versionen zusätzliche Optionen für die Datenbearbeitung.
Zuerst öffnet ihr eine beliebige Access-Datenbank und darin die Tabelle, deren Daten in Excel ausgewertet werden sollen. Bei größeren Datenbanken empfiehlt es sich, vorher zu prüfen, ob alle Datensätze exportiert werden müssen oder ob eine Filterung sinnvoll ist.
Im nächsten Schritt markiert ihr oben im Menüband die Registerkarte Externe Daten. Microsoft hat diese Oberfläche in den letzten Jahren überarbeitet, die Grundstruktur ist aber gleich geblieben.
Hier im Bereich Exportieren klickt ihr auf den Excel-Button. Bei neueren Office-Versionen erscheint zusätzlich ein kleiner Pfeil, über den ihr zwischen verschiedenen Excel-Formaten wählen könnt.
Daraufhin öffnet Access den Export-Assistenten. Neben dem Speicherort und Namen für die Excel-Datei könnt ihr hier verschiedene wichtige Optionen festlegen:
Formatierung beibehalten: Ihr könnt wählen, ob Access die Daten inklusive Formatierung und Layout exportiert oder nur die reinen Daten überträgt. Bei komplexen Tabellen mit spezieller Formatierung ist die erste Option meist sinnvoller.
Dateiformat wählen: Moderne Excel-Versionen unterstützen verschiedene Formate. Das Standard-.xlsx-Format ist meist die beste Wahl, da es alle Features unterstützt. Für die Kompatibilität mit älteren Systemen steht weiterhin das .xls-Format zur Verfügung.
Exportbereich definieren: Ihr könnt entweder die komplette Tabelle oder nur ausgewählte Datensätze exportieren. Bei großen Datenmengen ist eine Vorauswahl oft praktisch.
Nach dem Export öffnet sich Excel automatisch mit den importierten Daten. Hier kommen die Stärken von Excel zum Tragen: Pivot-Tabellen, erweiterte Diagrammfunktionen und die leistungsstarken Analysewerkzeuge stehen nun zur Verfügung.
Moderne Alternativen und Ergänzungen
Seit 2023 bietet Microsoft zusätzliche Möglichkeiten für den Datenaustausch zwischen Access und Excel. Power Query, das in Excel integriert ist, ermöglicht eine direkte Verbindung zu Access-Datenbanken. Diese Methode hat den Vorteil, dass die Daten automatisch aktualisiert werden können, ohne den Export-Prozess zu wiederholen.
Für diesen Ansatz geht ihr in Excel auf Daten > Daten abrufen > Aus Datenbank > Aus Microsoft Access-Datenbank. Nach der Auswahl der Access-Datei könnt ihr die gewünschten Tabellen auswählen und direkt in Excel laden.
Tipps für große Datenmengen
Bei Tabellen mit mehr als 100.000 Datensätzen solltet ihr einige Punkte beachten. Excel kann zwar über eine Million Zeilen verarbeiten, aber die Performance leidet bei sehr großen Datenmengen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Daten vor dem Export zu filtern oder in mehrere kleinere Tabellen aufzuteilen.
Alternativ bietet sich Power BI an, Microsofts spezialisierte Business-Intelligence-Lösung. Sie kann deutlich größere Datenmengen verarbeiten und bietet erweiterte Visualisierungsmöglichkeiten.
Automatisierung mit VBA
Für wiederkehrende Exports lässt sich der Prozess mit VBA (Visual Basic for Applications) automatisieren. Ein einfaches Makro kann den Export-Vorgang mit vordefinierten Einstellungen ausführen. Das ist besonders praktisch, wenn regelmäßig aktuelle Berichte erstellt werden müssen.
Fazit
Der Export von Access-Tabellen nach Excel ist ein bewährter Workflow, der in den aktuellen Office-Versionen noch flexibler geworden ist. Die Integration zwischen den beiden Programmen funktioniert nahtlos, und neue Features wie Power Query erweitern die Möglichkeiten erheblich. Für die meisten Anwendungsfälle reicht der klassische Export vollkommen aus, bei komplexeren Anforderungen lohnt sich ein Blick auf die erweiterten Verbindungsoptionen.
Zuletzt aktualisiert am 10.03.2026