Wenn ihr euer altes iPhone oder iPad durch ein neues ersetzt, bleiben die alten Backups trotzdem im iCloud-Account und verbrauchen dort wertvollen Speicher. Werden sie nicht mehr gebraucht, solltet ihr sie unbedingt löschen – das kann richtig viel Platz freischaufeln.
Achtung: Löscht niemals ein iCloud-Backup, das ihr noch braucht, es sei denn, ihr erstellt im Anschluss gleich ein neues. Denn Apple hat keinen Papierkorb für gelöschte Backups – weg ist weg.
Alte Backups aufspüren und löschen
Zum Löschen von iCloud-Backups öffnet ihr am iPhone oder iPad die Einstellungen-App und tippt ganz oben auf euren Namen. Dort findet ihr den Menüpunkt „iCloud“. Tippt anschließend auf „Speicher verwalten“ und dann auf „Backups“.
Hier seht ihr alle Geräte, von denen momentan Backups gespeichert sind – inklusive der Größe und des letzten Backup-Datums. Oft sammeln sich hier über Jahre hinweg Sicherungen von längst verkauften oder defekten Geräten an.
Eine Sicherung könnt ihr löschen, indem ihr zuerst darauf tippt. Scrollt dann nach unten und tippt auf „Backup löschen“. Apple fragt noch einmal nach, ob ihr euch sicher seid. Den Vorgang wiederholt ihr dann für andere überflüssige Sicherungen.
Backup-Größen verstehen
Die Größe der Backups kann überraschen: Ein einzelnes iPhone-Backup kann schnell 5 bis 50 GB verbrauchen, je nachdem wie viele Apps, Fotos und andere Daten gesichert wurden. Besonders groß werden Backups durch:
- App-Daten (vor allem Spiele mit vielen Speicherständen)
- WhatsApp-Chatverläufe mit Medien
- Gesundheitsdaten
- Nachrichten mit Anhängen
- Offline-Karten von Navigations-Apps
Backups über Mac oder PC verwalten
Alternativ könnt ihr eure iCloud-Backups auch über den Browser verwalten. Geht dazu auf icloud.com, meldet euch mit eurer Apple-ID an und klickt auf „Account-Einstellungen“. Unter „Erweitert“ findet ihr die Option „iCloud-Speicher“.
Hier seht ihr eine Übersicht aller gespeicherten Daten und könnt ebenfalls Backups löschen. Diese Methode ist besonders praktisch, wenn ihr mehrere alte Backups auf einmal aufräumen wollt.
Speicher intelligent nutzen
Bevor ihr Backups löscht, prüft, ob ihr euren iCloud-Speicher nicht effizienter nutzen könnt. In den iCloud-Einstellungen könnt ihr für jede App einzeln entscheiden, ob sie Daten in der Cloud speichern soll. Besonders speicherhungrig sind oft:
- Fotos (hier hilft die Option „iPhone-Speicher optimieren“)
- Mail-Anhänge
- Große Apps wie GarageBand oder Video-Editor
Übrigens: Wenn ihr ein Backup löscht, verschwinden nicht die aktuellen Daten auf eurem Gerät. Ihr verliert nur die Möglichkeit, das Gerät aus diesem spezifischen Backup wiederherzustellen.
Regelmäßig aufräumen lohnt sich
Macht das Aufräumen der iCloud-Backups zu einer regelmäßigen Aufgabe – etwa alle sechs Monate. So verhindert ihr, dass sich unnötige Daten ansammeln und euer 5 GB kostenloses iCloud-Kontingent schnell aufbrauchen.
Wer mehr Speicher benötigt, kann iCloud+ mit 50 GB für 99 Cent pro Monat buchen. Aber oft reicht schon das Löschen alter Backups, um wieder ausreichend Platz zu haben.
Was passiert mit gelöschten Backups?
Gelöschte iCloud-Backups sind sofort und unwiderruflich weg. Apple bewahrt sie nicht in einem versteckten Papierkorb auf. Deshalb solltet ihr euch absolut sicher sein, dass ihr das Backup nicht mehr benötigt, bevor ihr es löscht.
Falls ihr euch unsicher seid: Erstellt lieber ein neues Backup eures aktuellen Geräts, bevor ihr alte Sicherungen entfernt. So seid ihr auf der sicheren Seite.
Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026

