Wie stark der Mac aktuell ausgelastet ist, lässt sich nicht nur anhand der Geschwindigkeit des Lüfters erkennen. Mit einem simplen Trick kann die CPU-Auslastung direkt als Live-Diagramm im Dock angezeigt werden – ganz ohne zusätzliche Software oder komplizierte Terminal-Befehle.
Diese nützliche Funktion ist besonders praktisch, wenn ihr ressourcenintensive Aufgaben wie Video-Rendering, Bildbearbeitung oder Entwicklungsarbeit durchführt. Statt ständig die Aktivitätsanzeige zu öffnen, habt ihr die System-Performance permanent im Blick.
Um die CPU-Auslastung direkt auf den ersten Blick erkennbar zu machen, startet ihr als Erstes die Aktivitätsanzeige. Das geht am schnellsten über die Spotlight-Suche (Cmd+Leertaste) oder über Launchpad. Alternativ findet ihr die Aktivitätsanzeige im Ordner „Dienstprogramme“ innerhalb der Programme.
Sobald die Aktivitätsanzeige läuft, klickt ihr unten im Dock mit der rechten Maustaste auf das Icon des Programms. Im Kontextmenü wählt ihr „Symbol im Dock zeigen“ und setzt ein Häkchen bei Verlauf der CPU-Auslastung. Sofort verwandelt sich das Standard-Icon in ein kleines, dynamisches Balkendiagramm, das die aktuelle Prozessor-Auslastung in Echtzeit anzeigt.
Das Diagramm zeigt die Auslastung aller CPU-Kerne zusammengefasst an. Bei modernen Macs mit Apple Silicon (M1, M2, M3, M4) werden sowohl die Performance- als auch die Effizienz-Kerne berücksichtigt. Die Balken bewegen sich von links nach rechts, wobei die Höhe der aktuellen Auslastung entspricht.
Besonders nützlich wird diese Anzeige bei der Arbeit mit anspruchsvoller Software wie Final Cut Pro, Logic Pro, Adobe Creative Suite oder beim Gaming. Ihr seht sofort, wenn der Prozessor an seine Grenzen stößt und könnt entsprechend reagieren – etwa andere Programme schließen oder die Qualitätseinstellungen anpassen.
Neben der CPU-Auslastung bietet die Aktivitätsanzeige noch weitere praktische Dock-Anzeigen. Über das gleiche Menü könnt ihr auch den Netzwerk-Verlauf oder die Festplatten-Aktivität anzeigen lassen. Diese Optionen sind besonders hilfreich für Entwickler oder Power-User, die ihre System-Performance genau überwachen möchten.
Der Netzwerk-Verlauf zeigt die aktuelle Upload- und Download-Aktivität an – perfekt, um zu sehen, welche Apps gerade Daten übertragen. Die Festplatten-Aktivität verrät, wann das System intensiv auf die SSD zugreift, was bei langsamen Operationen aufschlussreich sein kann.
Ein weiterer Vorteil: Die Dock-Anzeigen funktionieren auch dann, wenn die Aktivitätsanzeige minimiert ist oder im Hintergrund läuft. Das spart Platz auf dem Desktop und CPU-Ressourcen, da das große Aktivitätsanzeige-Fenster nicht permanent geöffnet sein muss.
Für noch detailliertere Informationen könnt ihr zusätzlich die systemeigene App „Systemmonitor“ verwenden, die seit macOS Ventura verfügbar ist. Diese zeigt nicht nur CPU-Daten, sondern auch Speicherverbrauch, Akku-Status und Netzwerk-Details übersichtlich an.
Wer die Dock-Anzeige wieder deaktivieren möchte, klickt erneut mit der rechten Maustaste auf das Aktivitätsanzeige-Icon und entfernt das Häkchen bei der entsprechenden Option. Das Icon wechselt dann zurück zur Standard-Darstellung.
Diese versteckte macOS-Funktion gehört zu den praktischsten Systemtools und ist seit Jahren in allen Mac-Versionen verfügbar – von macOS Big Sur bis zum aktuellen macOS Sequoia. Ein simpler Trick, der euren Workflow deutlich verbessern kann.
Zuletzt aktualisiert am 29.03.2026

