Windows 11 ist mittlerweile auf Millionen PCs weltweit installiert und hat das Desktop-Erlebnis grundlegend verändert. Das neue Startmenü steht dabei im Zentrum der Modernisierung – doch viele Nutzer sind immer noch unsicher, wie sie das Beste daraus herausholen. Zeit für eine fundierte Orientierungshilfe!
Die größte Änderung: Das Startmenü und die Symbole der Taskleiste von Windows 11 sind jetzt im Standard zentriert. Das erinnert ein wenig an macOS und die dort als Startleiste verwendete Dock. Der Vorteil: Für viele Anwender wirkt das aufgeräumter, weil sich damit die Standard-Bedienelemente im Zentrum des Blickfeldes befinden.

Wer trotzdem die klassische Anordnung bevorzugt, kann das Startmenü problemlos wieder nach links verschieben: In den Einstellungen unter „Personalisierung“ → „Taskleiste“ → „Taskleisten-Verhalten“ findet ihr die Option „Taskleisten-Ausrichtung“. Ein Klick auf „Links“ bringt die gewohnte Anordnung zurück.
Auch die Zusammensetzung des Startmenüs hat sich verändert: Die mit Windows 8 eingeführten Kacheln sind komplett verschwunden und durch eine Liste von Symbolen ersetzt worden.

Unter Angepinnt finden sich die wichtigsten Apps. Diese lassen sich wie gewohnt verschieben oder aus der Liste entfernen. Dazu klickt ihr mit der rechten Maustaste auf ein Symbol und dann auf Von „Start“ lösen bzw. An „Start“ anheften. Praktisch: Ihr könnt auch Apps direkt aus dem Datei-Explorer oder von eurem Desktop ins Startmenü ziehen.
Alle Apps beinhaltet dann das auch von Windows 10 schon gewohnte „klassische“ Startmenü mit allen Apps, die auf eurem PC installiert sind. Eine Einschränkung gab es hier lange Zeit: Die von früheren Windows-Versionen bekannten Ordner im Startmenü waren zunächst nicht verfügbar. Microsoft hat jedoch nachgebessert – seit den Updates 2024 könnt ihr wieder Ordner im Startmenü erstellen, indem ihr eine App auf eine andere zieht.
Empfohlene Inhalte – der neue Bereich unten im Startmenü
Eine völlig neue Sektion ist der Bereich „Empfohlen“ am unteren Ende des Startmenüs. Hier zeigt Windows 11 kürzlich verwendete Dateien, neue Apps oder auch Cloud-Inhalte aus OneDrive an. Diese Funktion lernt mit der Zeit eure Gewohnheiten und wird immer treffsicherer.
Wer diese Empfehlungen nicht möchte, kann sie in den Einstellungen unter „Personalisierung“ → „Start“ deaktivieren. Dort lässt sich auch einstellen, welche Arten von Inhalten angezeigt werden sollen.
Suchfunktion deutlich verbessert
Die integrierte Suchfunktion hat Microsoft massiv aufgebohrt. Sie durchsucht nicht nur lokale Dateien und Apps, sondern auch Web-Ergebnisse, OneDrive-Inhalte und sogar Inhalte aus Microsoft 365. Besonders praktisch: Die Suche erkennt mittlerweile auch natürlichsprachige Anfragen und kann komplexere Queries verarbeiten.
Tipp: Mit der Tastenkombination Windows-Taste + S öffnet ihr die erweiterte Suchansicht, die noch mehr Filtermöglichkeiten bietet.
Anpassungsoptionen für Power-User
Für Nutzer, die mehr Kontrolle wollen, bietet Windows 11 seit den jüngsten Updates erweiterte Anpassungsmöglichkeiten:
- Startmenü-Größe: In den Einstellungen könnt ihr zwischen „Standard“ und „Mehr Pins“ wählen, um mehr Apps im angepinnten Bereich unterzubringen
- Widget-Integration: Das neue Widgets-Panel (erreichbar über die Taskleiste oder Windows + W) lässt sich teilweise ins Startmenü integrieren
- Themes und Transparenz: Das Startmenü passt sich automatisch an eure gewählten Systemfarben und Transparenz-Einstellungen an
Performance und Stabilität
In der Praxis zeigt sich: Das neue Startmenü ist nicht nur optisch aufgeräumter, sondern auch deutlich schneller als sein Vorgänger. Microsoft hat die Indexierung optimiert, sodass auch bei Tausenden installierten Apps die Suche praktisch verzögerungsfrei funktioniert.
Fazit: Gewöhnung lohnt sich
Das Windows 11 Startmenü mag anfangs ungewohnt wirken, bietet aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit deutliche Vorteile. Die verbesserte Suche, die intelligenten Empfehlungen und die aufgeräumtere Optik machen die tägliche Arbeit effizienter. Und wer partout nicht warm wird mit den Neuerungen, kann viele Aspekte nach eigenem Geschmack anpassen – oder sogar zu Third-Party-Alternativen wie StartAllBack greifen, die das klassische Windows 10-Erlebnis zurückbringen.
Zuletzt aktualisiert am 23.02.2026